Die Tüdelband

op Platt un auf Hochdeutsch

Afpiep, verloren (Sommerkinner 2014)

Wi speelt uns de Bäll to,
swoor as Blee liggt se dor,
kuum to holen.
En kotte Blick, denn akraat
en lütte Tritt, en Schööt op't Door,
kuum to holen,
allens bi't Ole.

Afpiep, verloren, Tiet to vergeten,
dat Speel is vörbi.
Meist as nee boren un hüüt kümmt na güstern,
allens vörbi.

Du steihst in't Afsiets, ik dorvör,
de Fall hett funkschonert,
dat gifft keen Holen.
Ik dreih mi üm, du störmst mi na,
een Momang blifft allens still,
dat gifft keen Holen,
allens bi't Ole.

Afpiep, verloren, Tiet to vergeten,
dat Speel is vörbi.
Meist as nee boren un hüüt kümmt na güstern,
allens vörbi.

Enn, ut, allens vörbi.
Enn, ut, allens vörbi.

Abpfiff, verloren (Sommerkinner 2014)

Wir spielen uns die Bälle zu,
schwer wie Blei liegen sie da,
kaum zu halten.
Ein kurzer Blick, dann zielgenau
ein kleiner Tritt, ein Schuss auf's Tor,
kaum zu halten,
alles beim Alten.

Abpfiff, verloren, Zeit zu vergessen,
das Spiel ist vorbei.
Fast wie neu geboren und heut kommt nach gestern,
alles vorbei.

Du stehst im Abseits, ich davor,
die Falle hat funktioniert,
es gibt kein Halten.
Ich dreh mich um, du stürmst mir nach,
einen Moment bleibt alles still,
es gibt kein Halten,
alles beim Alten.

Abpfiff, verloren, Zeit zu vergessen,
das Spiel ist vorbei.
Fast wie neu geboren und heut kommt nach gestern,
alles vorbei.

Ende, aus, alles vorbei.
Ende, aus, alles vorbei.

An dat Enn vun de Nacht (Nieland 2012)

An dat Enn vun de Nacht waak ik op.
Un an dat Enn vun den Morgen nümmt de Dag sien Loop.
An dat Enn vun de Straat bliev ik stahn.
Ik weet nich, wo ik hen gahn schall.
Du sitts al in de Iesenbahn.

Dor is een Minsch op de Flucht vör sien eegen Scharr,
een Minsch op de Flucht vör allns, wat he mol harr,
een Minsch op de Söök na een Weg, de in de Tokunft wiest.

Sekunnen vergaht ohn een Woort.
Geföhlen de blievt un mennig treckt fort.
Un mien Aten warrt sachter, dat Enn is al afftosehn.
Blots ik weet nich, wo ik hen gahn schall,
un wat wi uns nochmal weddersehn.

Dor is een Minsch op de Flucht vör sien eegen Scharr,
een Minsch op de Flucht vör allns, wat he mol harr,
een Minsch op de Söök na een Weg, de in de Tokunft wiest.

An dat Enn vun de Nacht waak ik op.

Am Ende der Nacht (Nieland 2012)

Am Ende der Nacht wache ich auf.
Und am Ende des Morgens nimmt der Tag seinen Lauf.
Am Ende der Straße bleib ich stehn.
Ich weiß nicht, wo ich hingehn soll.
Du sitzt schon in der Bahn.

Da ist ein Mensch auf der Flucht vor seinem eigenen Schatten,
ein Mensch auf der Flucht vor allem, was er mal hatte,
ein Mensch auf der Suche nach einem Weg, der in die Zukunft weist.

Sekunden vergehn ohne ein Wort.
Gefühle, die bleiben, und viele ziehen fort.
Und mein Atem wird ruhiger. Das Ende ist schon abzusehen.
Nur ich weiß nicht, wo ich hingehn soll,
und ob wir uns wiedersehen.

Da ist ein Mensch auf der Flucht vor seinem eigenen Schatten,
ein Mensch auf der Flucht vor allem, was er mal hatte,
ein Mensch auf der Suche nach einem Weg, der in die Zukunft weist.

Am Ende der Nacht wache ich auf.

Bi mi tohuus (Bi mi tohuus 2015)

Föhl di willkamen bi mi tohuus!
Hier kannst du blieven, roh di man ut.
Lang weer de Reis un de Weg weer wiet
günn di de Tiet.

Föhl di willkamen in miene Arms!
Hier kannst du blieven, ik hool di warm.
Lang weer de Reis un dien Weg weer wiet
günn di de Tiet.

Op dien Reis weiht de Wind in dien Segel.
Ik dink an di, wenn dat störmt, wenn dat schniet.
Op dien Reis steiht de Sünn hooch an'n Himmel.
Ik dink ok denn an di, wenn se daaglang nich schient.
ik dink ok denn an di, wenn se daaglang nich schient.

Bi mi tohuus brennt jümmer en Licht bit du dor büst.
Ok in de Nacht vergeet ik di nich, wat heel klor is.

Bei mir zuhause (Bi mi tohuus 2015)

Fühl dich willkommen in meinem Haus!
Hier kannst du bleiben, ruh dich nur aus.
Lang war die Reise und der Weg war weit.
Gönn dir die Zeit.

Fühl dich willkommen in meinem Arm!
Hier kannst du bleiben, ich halt dich warm.
Lang war die Reise und dein Weg war weit.
Gönn dir die Zeit.

Auf deiner Reise weht der Wind in dein Segel.
Ich denke an dich, wenn es stürmt, wenn es schneit.
Auf deiner Reise steht die Sonne hoch am Himmel.
Ich denk auch dann an dich, wenn sie tagelang nicht scheint.
Ich denk auch dann an dich, wenn sie tagelang nicht scheint.

Fühl dich willkommen in meinem Haus!
Hier kannst du bleiben, ruh dich nur aus.
Lang war die Reise und der Weg war weit.
Gönn dir die Zeit.

Bei mir zuhause brennt immer ein Licht bis du da bist.
Auch in der Nacht vergesse ich dich nicht,
was ganz klar ist.

Blots wi twee (Ganz Goot 2016)

Wenn ik swiegen will, sett ik mi an'n Elvstrandrand.
Wenn ik tellen will, tell ik den Sand in miene Hand.
Heff al dusend klene Stenen ümdreiht.

Wenn ik snacken will, vertell mi wat vun diene Welt.
Wenn ik danzen will, speel en Leed, dat mi gefallt.
Wenn ik alleen ween will, warrst du mi hier nich sehn.

Wenn di dat gefallt, denn bliev doch hüüt bi mi,
denn bliev hüüt bi mi.
Un de Schepen treckt so snell an uns vörbi,
blots wi twee, blots wi twee.
Bit dat de Maand verswinnt un de Sünn uns wedder lacht
hebbt wi de Nacht to'n Dag maakt,
blots wi twee, blots wi twee.

Wenn ik free ween will, loop ik los un bliev nich stahn.
Wenn ik drömen will, drööm ik mi dat Leven schöön.
Heff al dusend grote Bööd fohren sehn.

Un de Schepen treckt so snell an uns vörbi,
blots wi twee, blots wi twee.
Bit dat de Maand verswinnt un de Sünn uns wedder lacht
hebbt wi de Nacht to'n Dag maakt,
blots wi twee, blots wi twee.

Nur wir zwei (Ganz Goot 2016)

Wenn ich schweigen will, setz ich mich an den Elbstrandrand.
Wenn ich zählen will, zähl ich den Sand in meiner Hand.
Hab schon tausend kleine Steine umgedreht.

Wenn ich reden will, erzähl mir was von deiner Welt.
Wenn ich tanzen will, spiel ein Lied, das mir gefällt.
Wenn ich allein sein will, wirst du mich hier nicht sehn.

Wenn dir das gefällt, dann bleib doch heut bei mir,
dann bleib heut bei mir.

Und die Schiffe, ziehn so schnell an uns vorbei,
nur wir zwei, nur wir zwei.
Bis der Mond verschwindet und die Sonne uns wieder lacht
haben wir die Nacht zum Tag gemacht,
nur wir zwei, nur wir zwei.

Wenn ich frei sein will, lauf ich los und bleib nicht stehn.
Wenn ich träumen will, träum ich mir das Leben schön.
Hab schon tausend große Bote fahren sehn.

Und die Schiffe, ziehn so schnell an uns vorbei,
nur wir zwei, nur wir zwei.
Bis der Mond verschwindet und die Sonne uns wieder lacht
haben wir die Nacht zum Tag gemacht,
nur wir zwei, nur wir zwei.

Buten an't Meer (Ganz Goot 2016)

Kumm mit na'n Haven, wi gaht an de See,
seht den Wellen na bit Klock dree.
Kumm mit, wi reist den Storm hinnerher,
buten an't Meer, buten an't Meer.

Wiet un siet keen Minsch to sehn,
blots de Wind singt uns hüüt siene klene Melodie.

Kumm mit na'n Haven, wi gaht an de See,
seht den Wellen na bit Klock dree.
Kumm mit, wi reist den Storm hinnerher,
buten an't Meer, buten an't Meer.

Graue Nacht liggt op dat Land.
De letzten Lichter hoolt wi sülven in de Hand.

Draußen am Meer (Ganz Goot 2016)

Komm mit zum Hafen, wir gehn an die See,
sehn den Wellen nach bis um drei.
Komm mit, wir reisen dem Sturm hinterher,
draußen am Meer, draußen am Meer.

Weit und breit kein Mensch zu sehn,
nur der Weind singt uns heut seine kleine Melodie.

Komm mit zum Hafen, wir gehn an die See,
sehn den Wellen nach bis um drei.
Komm mit, wir reisen dem Sturm hinterher,
draußen am Meer, draußen am Meer.

Graue Nacht liegt auf dem Land.
Die letzten Lichter halten wir selber in der Hand.

De Krüsel (Nieland 2012)

Jeder, jeder Schritt is langsam,
jedet Woort is liesen, jeder Blick is stumm.
Jedet, jedet Woort klingt heemlich
un wi suustert scheneerlich üm de Bree rüm.

Un de Wöör dreiht sik as een Krüsel üm sik sülvst.
Gauer un luder as dat Hapen üm sik sülvst.
De Krüsel dreiht sik, de Krüsel deiht sik,
de Krüsel dreiht sik üm di.

Miene, miene Still, se blifft mi,
miene Roh, de nimmt mi hüüt ok keen Storm.
Wat he, wat he ut den Oosten oder ut den Westen weiht,
he is hüüt nich de Norm.

De Winde weiht as een Krüsel üm sik sülvst.
Gauer un luder as dat Hapen üm sik sülvst.
De Krüsel dreiht sik, de Krüsel dreiht sik,
de Krüsel dreiht sik üm mi.

Un ik weet nich, wo wi lannen warrt, is ja ok egal.
Un de Wöör blievt op de Eer, wi sünd al lang in't All.
Un du weetst nich, wo wi Blicken oornt. Blicken, de weern stumm.
Un du weetst nich, wat se snacken warrt, dreihst di wedder üm.
Un du dreihst di, du dreihst mi, du dreihst di üm.

Der Kreisel (Nieland 2012)

Jeder, jeder Schritt ist langsam,
jedes Wort ist leise, jeder Blick ist stumm.
Jedes, jedes Wort klingt heimlich
und wir flüstern heimlich um den Brei rum.

Und die Worte drehen sich wie ein Kreisel um sich selbst.
Schneller und lauter als die Hoffnung um sich selbst.
Der Kreisel dreht sich, der Kreisel dreht sich,
der Kreisel dreht sich um dich.

Meine, meine Stille bleibt mir,
meine Ruhe, die nimmt mir heute auch kein Sturm.
Ob er, ob er aus dem Osten oder aus dem Westen weht,
er ist heute nicht die Norm.

Die Winde wehen wie ein Kreisel um sich selbst.
Schneller und lauter als ein Kreisel um sich selbst.
Der Kreisel dreht sich, der Kreisel dreht sich,
der Kreisel dreht sich um mich.

Und ich weiß nicht, wo wir landen werden. Ist ja auch egal.
Und die Wörter bleiben auf der Erde, wir sind schon lang im All.
Und du weißt nicht, wo wir Blicke ernten. Blicke waren stumm.
Und du weißt nicht, was sie reden werden, drehst dich wieder um.
Und du drehst dich, du drehst dich, du drehst dich um.

De Maand singt (Nieland 2012)

De Tiden sünd as wi, wi sünd as Ebb un Floot.
Allns wat weertvull för mi is, weckt doch in di blots Woot.
Een Blangenrull, dat kann ik sien, in dien Wellenkraft.
Du driffst vorüt un ik hool di torüch solang ik't schaff.

Mien Aten is ganz ruhig, ik drääg de Roh in mien Gepäck.
Schätze, de ik dröög legg, spölst du eenfoch mit di wech.
Dat liggt deep in unsen Harten binnen un keeneen kann sik wehren.
Blots de Maand kickt sik de Weeg vun uns an un hett se geern.

La da da da dei, de Maand singt in de Nacht.
La da da da dei, unse Leed, lies un sacht.
Un dat klingt jümmer noch in mien Dagdrömen na.
La da da da dei, de Maand singt.

Langsam ännert sik de Wind, de Wogen plätten sik dör em.
Büst du weg, denn bün ik hier. Un bün ik hier, treckt di dat hen
to een Oort, an den dat keenen Platz för mi gifft.
Mien Seel hett sik ganz in een Illuschoon verleevt.

La da da da dei, de Maand singt in de Nacht.
La da da da dei, unse Leed, lies un sacht.
Un dat klingt jümmer noch in mien Dagdrömen na.
La da da da dei, de Maand singt.

Der Mond singt (Nieland 2012)

Die Gezeiten sind wie wir, wir sind wie Ebbe und Flut.
Alles was wertvoll für mich ist, weckt doch in dir nur Wut.
Eine Nebenrolle, das kann ich sein, in deiner Wellenkraft.
Du treibst voraus und ich halte dich zurück, solange ich schaff.

Mein Atem ist ganz ruhig, ich trage die Ruhe in meinem Gepäck.
Schätze, die ich trocken leg, spülst du einfach mir dir weg.
Das liegt tief in unseren Herzen drin und keiner kann sich wehren.
Nur der Mond sieht sich die Wege von uns an und hat sie gern.

La da da da dei, der Mond singt in der Nacht.
La da da da dei, unser Lied, leise und sacht.
Und das klingt immer noch in meinen Tagträumen nach.
La da da da dei, der Mond singt.

Langsam ändert sich der Wind, die Wellen glätten sich durch ihn.
Bist du weg, dann bin ich hier. Und bin ich hier, zieht dich das hin
zu einem Ort, an dem es keinen Platz für mich gibt.
Meine Seele hat sich ganz in eine Illusion verliebt.

Droomfruu (Ganz Goot 2016)

Jeden Avend sitt ik hier, links an'n Tresen op mien Platz,
smök Zigaretten, drink 'n Beer
un fraag mi männichmal: Segg mal, fehlt di wat?
In miene Drööm dükerst du op, man an'n Dag büst du nie dor,
Droomfruu, oh man.
Jo, de Fraag is nu, wenn un wo
un wat överhaupt ik di finnen kann.

Iris, giff mal noch'n Beer. Ach wat, ik nehm ok noch'n Schnaps.
Lütt un Lütt, so seggt man hier.
Un so maakt uns dat Leven Spaaß.
In miene Drööm dükerst du op, man an'n Dag büst du nie dor,
Droomfruu, oh man.
Jo, de Fraag is nu, wenn un wo
un wat överhaupt ik di finnen kann.

Du seggst, ik schall ok bald na Huus. Een Beer noch, för den Weg.
Iris, nu smiet mi doch nich rut!
Oh, mit de Froonslüüd heff ik jümmer Pech.
In miene Drööm dükerst du op, man an'n Dag büst du nie dor,
Droomfruu, oh man.
Jo, de Fraag is nu, wenn un wo
un wat överhaupt ik di finnen kann.

Traumfrau (Ganz Goot 2016)

Jeden Abend sitz ich hier, links am Tresen auf meinem Platz,
rauch Zigaretten, trink ein Bier
und frag mich manchmal: Sag mal, fehlt dir was?
In meinen Träumen tauchst du auf, doch am Tag bist du nie da,
Traumfrau, oh man.
Ja, die Frage ist jetzt, wann und wo
und ob überhaupt ich dich finden kann.

Iris, gib mal noch'n Bier. Ach was, ich nehm auch noch'n Schnaps.
Lütt un Lütt, so sagt man hier.
Und so macht uns das Leben Spaß.
In meinen Träumen tauchst du auf, doch am Tag bist du nie da,
Traumfrau, oh man.
Ja, die Frage ist jetzt, wann und wo
und ob überhaupt ich dich finden kann.

Du sagst, ich soll auch bald nach Haus. Ein Bier noch, für den Weg.
Iris, jetzt schmeiß mich doch nicht raus!
Oh, mit den Frauen hab ich immer Pech.
In meinen Träumen tauchst du auf, doch am Tag bist du nie da,
Traumfrau, oh man.
Ja, die Frage ist jetzt, wann und wo
und ob überhaupt ich dich finden kann.

Facebook (Nieland 2012)

Wenn Facebook mi fragt, wat mi dat behagt,
denn behagt mi dat. Behagt mi dat.
Wenn ik bi di bün, heff ik een't in'n Sinn:
Behagt di dat? Behagt di dat?
Un denn stups ik di an un denn tööv ik al lang:
Behagt di dat?
Un denn klick ik fix an: Us Fründschop keem ingang.
Behagt di dat? Behagt di dat?

Levenslang langwielig jümmer to sehn,wat us een Leven lang bedröövt.
Levenslang langwielig, jümmer to sehn, wat us een Leven lang bedröövt.

Wenn Facebook mi vertellt, dat ik Frünnen will,
denn will ik de. Denn will ik de.
Un wenn mi eener fraagt, wat mi dat behagt:
Denn behagt mi dat. Behagt mi dat.
Un ik maal mi ut, wat ik hüüt maken künnt.
Ik bo mi miene Welt ut Knöppen un ut Frünnen.
Behagt di dat?

Wenn Facebook mi vertellt, dat Leed geiht toenn,
denn glööv ik dat. Denn glööv ik dat.
Un wenn Facebook mi vertellt, wi leevt hüüt al free,
denn glööv ik dat un denn behagt mi dat.

Facebook (Nieland 2012)

Wenn Facebook mich fragt, ob mir das gefällt,
dann gefällt mir das. (Gefällt mir das.)
Wenn ich bei dir bin, hab ich eins im Sinn:
Gefällt dir das? (Gefällt dir das?)
Und dann stups ich dich an, und dann warte ich lange:
Gefällt dir das?
Und dann klick ich schnell an: Unsere Freundschaft kommt in Gang.
Gefällt dir das? Gefällt dir das?

Lebenslang langweilig, immer zu sehen, was uns ein Leben lang betrübt.
Lebenslang langweilig, immer zu sehen, was uns ein Leben lang betrübt.

Wenn Facebook mir erzählt, dass ich Freunde will,
dann will ich die. (Dann will ich die.)
Und wenn mich einer fragt, ob mir das gefällt,
dann gefällt mir das. (Gefällt mir das.)
Und ich male mir aus, was ich heute machen könnte.
Ich bau mir meine Welt, aus Knöpfen und aus Freunden.
Gefällt dir das?

Lebenslang langweilig, immer zu sehen, was uns ein Leben lang betrübt.
Lebenslang langweilig, immer zu sehen, was uns ein Leben lang betrübt.

Wenn Facebook mir erzählt, das Lied geht zuende,
dann glaub ich das. (Dann glaub ich das.)
Und wenn Facebook mir erzählt, wir leben heute alle frei,
dann glaub ich das und dann gefällt mir das.

Ganz Goot (Ganz Goot 2016)

Jede Dag is en lüttje Stück vun't Mosaik vun't Leven.
Keen Dag is vergevens.
Un jede Gedank, den du di dinken kannst,
hett sien egen Biller, hett sien egen Glanz.

Uns geiht't doch ganz goot mit dat, wo wi leevt,
mit dat, wat wi hebbt. Wi hebbt so veel beleevt.
Uns geiht't doch ganz goot.
Un bi allens, wat swoor is,
haap ik, dat du't dien Leevdag nich vergittst:
Uns geiht't doch ganz goot.

Jede Droom is en lüttje Spoor. Se föhrt to't Glück vun't Leven.
Keen Droom is vegevens.
Un jede Ümweg, den du nehmen kannst,
hett sien egen Biller, hett sien egen Glanz.

Uns geiht't doch ganz goot mit dat, wo wi leevt,
mit dat, wat wi hebbt. Wi hebbt so veel beleevt.
Uns geiht't doch ganz goot.
Un bi allens, wat swoor is,
haap ik, dat du't dien Leevdag nich vergittst:
Uns geiht't doch ganz goot.

Kloor, allens geiht noch veel beter, höger, sneller, wieder.
Dat geiht woll ok armer, man ja ok jümmer rieker.
Kloor, jeder hett sien Telen. Man wi wüllt so veel.
Sünd wi eenmal tofreden?

Ganz Gut (Ganz Goot 2016)

Jeder Tag ist ein kleines Stück vom Mosaik des Lebens.
Kein Tag ist vergebens.
Und jeder Gedanke, den du dir denken kannst,
hat seine eigenen Bilder, hat seinen eigenen Glanz.

Uns geht's doch ganz gut mit dem, wie wir leben,
mit dem, was wir haben. Wir haben so viel erlebt.
Uns geht's doch ganz gut.
Und bei allem, was schwer ist,
hoffe ich, dass du es niemals vergisst:
Uns geht's doch ganz gut.

Jeder Traum ist eine kleine Spur. Sie führt zum Glück des Lebens.
Kein Traum ist vergebens.
Und jeder Umweg, den du nehmen kannst,
hat seine eigenen Bilder, hat seinen eigenen Glanz.

Uns geht's doch ganz gut mit dem, wie wir leben,
mit dem, was wir haben. Wir haben so viel erlebt.
Uns geht's doch ganz gut.
Und bei allem, was schwer ist,
hoffe ich, dass du es niemals vergisst:
Uns geht's doch ganz gut.

Klar, alles geht noch viel besser, höher, schneller, weiter.
Es geht wohl auch ärmer, aber ja auch immer reicher.
Klar, jeder hat seine Ziele. Aber wir wollen so viel.
Sind wir einmal zufrieden?

Gliek (Ganz Goot 2016)

Vele Weeg liggt noch vör uns.
Vele Weeg leden wi torüch.
Vele Länner hebbt wi al sehn.
Mal weer dat koolt, mal weer dat hitt.

Vele Geschichten köönt wi vertellen.
Vele Geschichten hebbt wi al höört.
Vele Minschen hebbt wi dor drapen.
All weren verscheden un all weren gliek.

Se atent Lengen un Freden, Freeheit un Leevde.

All weren gliek.

Klene Kinner sünd wi mal ween.
Klene Kinner sünd al lang groot.
Un as Kinner kunnen wi dat licht verstahn:
All weren verscheden un all weren gliek.

Se atent Lengen un Freden, Freeheit un Leevde.

All weren gliek.

Gleich (Ganz Goot 2016)

Viele Wege liegen noch vor uns.
Viele Wege legten wir zurück.
Viele Länder haben wir schon gesehn.
Mal war es kalt, mal war es heiß.

Viele Geschichten können wir erzählen.
Viele Geschichten haben wir schon gehört.
Viele Menschen haben wir da getroffen.
Alle waren verschieden und alle waren gleich.

Sie atmen Sehnsucht und Frieden, Freiheit und Liebe.

Alle waren gleich.

Kleine Kinder sind wir mal gewesen.
Kleine Kinder sind schon lange groß.
Und als Kinder konnten wir das leicht verstehn:
Alle waren verschieden und alle waren gleich.

Sie atmen Sehnsucht und Frieden, Freiheit und Liebe.

Alle waren gleich.

Hilde (Bi mi tohuus 2015)

Thorsten weer en ganz normaaler Jung, as dat so vele gifft. En beten gau wassen, en grote Stück.
In de Flappe hett he en Zigarr, wiel he sik dormit cooler föhlt un so geern en coole Fründin harr.
Thorsten is nu veertig, de Zigarr, de hett he jümmer noch in't Gesicht, blots de Fründin, de gifft dat nich.
Denn is dor Hilde. Hilde weer al fröher so ne wilde. Op'n Schoolhoff hett he se ansehn:
Ach, wat weer se schöön mit ehr veel to bunte un veel to kotte Sommerkleed.
He denkt sik:

Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af?
Hilde, meenst du nich?

Un nu hett Hilde em wedder mal den Kopp verdreiht. Thorsten denkt: Vördem se wedder geiht: Nu nehm ik mi en Hart un schnack se an: “Segg mal, Hilde, kannst du di dran erinnern? Do op'n Schoolhoff...” Un Hilde fraagt: “Op'n Schoolhoff? Wat? Wann?” Un Thorsten seggt: “Na ja, fröher, dat wi noch so veel jünger weren.
Du in disset kakelbunte Kleed un ik, Thorsten, mit de Zigarr an de Wand dor achtern.”
Hilde seggt blots: “Ach so” Un verdreiht de Ogen. Un Thorsten weer sik sien Saak gor nich mal mehr ganz so seker. Un kickt se eenfach wieder an, so as he dat fröher al so oft daan harr. Un wat he jümmer noch goot kann.
Un he fraagt se: “Hilde, segg mal, wo süht dat denn bi di in't Leven ut?” Un se meent: “Worüm wullt du denn dat weten?” He tücht gau an sien Zigarr, wiel he jüst op nix Beteret kümmt.
Un he haapt, so en beten Tiet to schinnen. Üm sik denn villicht later nochmal so richtig to överwinnen un ehr to seggen, wo dull he se in all den Johren misst hett und se ok so oft küsst hett. In all sien Drööm weer se jümmer wedder de Eerstbesetten för de Hauptrull. Hilde weer al jümmer so dull. De harr he so geern as Fründin hatt.... Un denn överwinnt he sik un fraagt:

Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af?
Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af? He seggt:
Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af? He seggt:
Hilde, meenst du nich? Un kickt in ehr Gesicht.

Un se seggt: “Hey, Thorsten, so wat Schönet hett nich een nich anner to mi seggt. Wüllt wi mal en Kaffee drinken gahn?” Un Thorsten kann sien Glück kuum faten un blots swoor wedderstahn, glieks na ehr Hand to griepen, man he hett ja ok en beten wat dortolehrt na all den Johren. Un he seggt: “Jo, Hilde, wo weer dat denn so mit övermorgen? Denn morgen heff ik gor nich so veel Tiet.” Un Hilde seggt: “Jo, dat höört sik ja goot an.” Un denn geiht se jeder för sik tohuus un dinkt an den annern. Un as se to Bett geiht sliekt sik en lüttle Leed in jemehr Kopp:

Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af? He seggt:
Hilde, meenst du nich?

Hilde sitt an ehr Fröhstücksdisch un kann gor nich richtig eten, knabbert blots an ehr Broot. Se överleggt:
Enerworrns op'n Böhn mutt doch noch disse Kist mit de olen Plünnen sien. Ik sök de mal wedder rut. Villicht is dor ja noch wat dorbi. Un se stiggt op de Ledder un findt en olen Karton un se söökt jümmer wieder, bit se dat in de Hand hett: Dat Kleed mit de veel to rode Punkten. Un nau dat treckt se an'n tokamen Avend an.
Thorsten süht se al vun wieden un he röppt ehr to:

Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af?
Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af? He seggt:
Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af? He seggt:
Hilde, meenst du nich?

So gaht se Hand in Hand in't Café. Thorsten genütt jede Sekunn, wiel he dat so schöön funn un se lacht un snackt över de olen Tiden. Un Hilde vergitt, dat se egentlich al lang na Huus gahn wull. Un Thorsten haapt, dat Hilde villicht noch en poor Stünnen bi em blifft. Bevör de Kellner mit de Reken kümmt, schrieft se noch en poor Riegen op'n Beerdeckel:

Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af?
Hilde, meenst du nich?

Hilde (Bi mi tohuus 2015)

Thorsten war ein ganz normaler Junge, wie's so viele gibt.
Ein bisschen schnell gewachsen, ein großes Stück.
In der Flappe ne Zigarette, weil er sich damit cooler fühlt und so gern ne coole Freundin hätte.
Thorsten ist jetzt 40, die Zigarette hat er immer noch im Gesicht, nur die Freundin, die gibt es nicht.
Dann ist da Hilde. Hilde war schon immer so ne Wilde. Auf dem Schulhof hat er sie angesehn:
Ach, was war sie schön - in ihrem viel zu bunten und viel zu kurzen Sommerkleid.
Er denkt sich:

Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab?
Hilde, meinst du nicht?

Und jetzt hat Hilde ihm wieder mal den Kopf verdreht. Thorsten sagt sich: Es ist nie zu spät.
Jetzt nehm ich mir ein Herz und sprech sie an. “Sag mal, Hilde, kannst du dich dran erinnern? Damals auf dem Schulhof...” Und Hilde fragt: “Auf dem Schulhof? Was? Wann?”
Und Thorsten sagt: “Na ja, damals, als wir noch so viel jünger waren. Du in diesem rot gepunkteten Kleid und ich, Thorsten, mit ner Zigarette an der Wand dort drüben.” Hilde sagt nur: “Ach so.” Und verdreht die
Augen. Und Thorsten ist sich seiner Sache gar nicht mal mehr ganz so sicher. Und schaut sie einfach weiter an, so wie er's schon damals so oft getan hat. Und was er immer noch gut kann.
Und er fragt sie: “Hilde, sag mal, wie sieht's denn so bei dir im Leben aus?”
Und sie meint: “Warum willste denn das wissen?”
Er zieht an seiner Zigarette, weil ihm grad nichts Besseres einfällt. Und er hofft, ein bisschen Zeit zu schinden. Um sich vielleicht später nochmal so richtig zu überwinden und ihr zu sagen, wie sehr er sie all die Jahre vermisst hat und sie so oft geküsst hat in all seinen Träumen war sie immer wieder die Erstbesetzung für die Hauptrolle. Hilde war immer so ne Tolle. Die hätte er so gern als Freundin gehabt... Und dann überwindet er sich und sagt:

Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab?
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab? Er sagt:
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab? Er sagt:
Hilde, meinst du nicht? Und sieht in ihr Gesicht.

Und sie sagt: “Hey, Thorsten, so was Schönes hat noch nie jemand zu mir gesagt. Woll'n wir mal nen Kaffee trinken geh'n?” Und Thorsten kann sein Glück kaum fassen und nur schwer widerstehn, sofort nach ihrer Hand zu greifen, aber hat auch ein bisschen dazugelernt nach all den Jahrn.
Und er sagt: “Ja, Hilde, wie wär's denn so mit übermorgen? Denn Morgen hab ich gar nicht so viel Zeit.” Und Hilde sagt: “Ja, das hört sich doch gut an.” Und dann gehen sie jeder für sich nach Haus und denken an den anderen. Und als sie zu Bett gehn schleicht sich ein kleines Lied in ihren Kopf:

Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab?
Hilde, meinst du nicht?

Und Hilde sitzt an ihrem Frühstückstisch und kann gar nicht richtig essen, knabbert nur an ihrem Brot. Sie
überlegt: Irgendwo auf dem Dachboden muss doch noch diese Kiste mit den alten Klamotten sein. Ich motte die mal lieber aus. Vielleicht ist da ja noch was bei. Und sie steigt auf die Leiter und findet nen alten Karton und sie sucht immer weiter, bis sie es in den Hand hat: Das Kleid mit den viel zu roten Punkten und genau das zieht sie am nächsten Abend an.
Thorsten sieht sie schon von Weitem und er ruft ihr zu:

Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab?
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab? Er sagt:
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab? Er sagt:
Hilde, meinst du nicht?

Und so gehn sie zusammen ins Café und Hilde nimmt langsam Thorstens Hand, weil er das so schön fand und sie lachen und reden über die alten Zeiten. Und Hilde vergisst, dass sie eigentlich längst nach Hause wollte. Und Thorsten hofft, Hilde würde vielleicht noch ein paar Stündchen bei ihm bleiben. Bevor der Kellner ihnen die Rechnung bringt, schreiben sie noch ein paar Zeilen auf nen Bierdeckel:

Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab?
Hilde, meinst du nicht?

Ik hool't nich bi di ut (Bi mi tohuus 2015)

Mit en Zentimetermaat hool mi mien Leven vör.
Een Meter tweeunsösstig, villicht en beten mehr.
Hool mi mien Leven vör.
Mit en Zentimetermaat mitt allens na.
Glöv mi nich.Mitt allens na.
Glöv mi nich.
Allens nee.

Ik hool't nich, ik hool't nich bi di ut.

Dor is blots een Schild, een Wegwieser an'n Rand vun'n Padd.
Dor is blots een Schild mit blots een Woort, dör dat funn ik to dien Gatt.
Un nu stellt sik rut, op dat Schild graadut steiht gor nix schreven.
Wat is över bleven?

Twee junge Lüüd hebbt in en möde Luun,
bi en Akschoon merrn in de Nacht -
un du weetst dat -
disset Schild eenfach ümdreiht.
Un wi loopt den Weg verdreiht.
Torüch op Anfang
torüch vun vörn

Ik hool't nich, ik hool't nich, ik hool't nich bi di ut.
Un ik hool't nich, ik hool't nich bi di ut.
Un ik hool't nich, ik hool't nich, ik hool't nich bi di ut.
Ik hool't nich, ik hool't nich bi di ut.

Ik bruuk blots en Woort, ik bruuk blots dien Woort un nich dusend Wöör.

Ich halt's nicht bei dir aus (Bi mi tohuus 2015)

Mit dem Zentimetermaß halt mir mein Leben vor.
Ein Meter zweiundsechzig, vielleicht ein bisschen mehr.
Halt mir mein Leben vor.
Mit dem Zentimetermaß miss alles nach.
Glaub mir nicht. Miss alles nach.
Glaub mir nicht.
Alles neu.

Ich halt's nicht, ich halt's nicht bei dir aus.

Da ist nur ein Schild, ein Wegweiser am Wegesrand.
Da ist nur ein Schild mit nur einem Wort, durch das ich zu dir fand.
Und nun stellt sich raus, auf dem Schild geradeaus steht nichts geschrieben.
Was ist übrig geblieben?

Zwei Jugendliche haben in einer müden Laune, in einer nächtlichen Aktion -
du weißt schon-
dieses Schild einfach umgedreht.
Und wir laufen den Weg verkehrt.
Zurück auf Anfang.
Zurück von vorn.

Ich halt's nicht, ich halt's nicht, ich halt's nicht bei dir aus
und ich halt's nicht, ich halt's nicht bei dir aus
Und ich halt's nicht, ich halt's nicht, ich halt's nicht bei dir aus
ich halt's nicht, ich halt's nicht bei dir aus.

Ich brauch nur ein Wort, ich brauch nur dein Wort, und nicht tausend Wörter.

Ik un du (Sommerkinner 2014)

Ik un du, du un ik,
ik un du un se.
Ik un du, du un ik,
ik un du geev't nie.

Nich een Dag,
nich Tweesamkeit för uns alleen.
Keen Ogenblick,
de nich vun ehr vertellt, kann ween.

Ik un du, du un ik,
ik un du un se.
Ik un du, du un ik,
ik un du geev't nie.

Keen levet Woort,
keen noch so klenet Gehemnis
blifft ünner uns,
wiel se dorbi is, jümmer dorbi is.

Un ik tööv noch op den Momang
wo ik di segg, dat is Tiet üm nee antofangen.
Ik un du, du un ik,
ik un du un se.
Ik un du, du un ik,
ik un du geev't nie.

Ich und du (Sommerkinner 2014)

Ich und du, du und ich,
ich und du und sie.
Ich und du, du und ich,
ich und du gab's nie.

Nicht einen Tag,
nicht Zweisamkeit für uns allein.
Kein Augenblick,
der nicht von ihr erzählt, kann sein.

Ich und du, du und ich,
ich und du und sie.
Ich und du, du und ich,
ich und du gab's nie.

Kein liebes Wort,
kein noch so kleines Geheimnis,
bleibt unter uns,
weil sie dabei ist, immer dabei ist.

Und ich warte auf den Moment,
wo ich dir sag, was mir auf meiner Seele brennt.
Ich und du, du und ich,
ich und du und sie.
Ich und du, du und ich,
ich und du gab's nie.

In de Nacht (Nieland 2012)

In de Nacht warrt veel maakt,
de niege Morgen kümmt gauer as een dach.
Jedeen fiert mit, wi danzt jümmer noch
bit jichtenswann de niege Dag opwaakt.

De Beat geiht in de Benen,
wi danzt vun ganz alleen
un jeedeen bringt noch siene Frünnen mit.
Dat passt as de Fuust op't Oog,
dat is ja gor keen Fraag,
wi sünd tosamen in dissen Kroog
un schwoft bit de niege Morgen kümmt.

In de Nacht warrt veel maakt,
de niege Morgen kümmt gauer as een dach.
Jedeen fiert mit, wi danzt jümmer noch
bit jichtenswann de niege Dag opwaakt.

De Danzdeel füllt sik. Nix is unmööglich.
Dat Spegelbild dreiht sik fix in't Licht.
Allns blinkt vun Kopp to de Töhn.
Ji weet al, wat ik meen.
Liekers drinkt wi noch een Kööm.
Dat is us lüttjet Aventüer...

In der Nacht (Nieland 2012)

In der Nacht wird viel gemacht,
der neue Morgen kommt schneller als man denkt.
Jeder feiert mit, wir tanzen immer noch
bis irgendwann der neue Tag aufwacht.

Der Beat geht in die Beine.
Wir tanzen von ganz alleine.
Und jeder bringt noch seine Freunde mit.
Das passt wie die Faust aufs Auge.
Das ist gar keine Frage.
Wir sind zusammen in diesem Club
und tanzen bis der neue Morgen kommt.

In der Nacht wird viel gemacht,
der neue Morgen kommt schneller als man denkt.
Jeder feiert mit, wir tanzen immer noch
bis irgendwann der neue Tag aufwacht.

Die Tanzfläche füllt sich. Nichts ist unmöglich.
Das Spiegelbild dreht sich schnell im Licht.
Alles blinkt vom Kopf bis zu den Zehen.
Ihr wisst alle, was ich meine.
Trotzdem trinken wir noch einen Kööm.
Das ist unser kleines Abenteuer...

Jeden Dag (Ganz Goot 2016)

Lotta harr jümmer lange Hoor
un een Dag sneed se se af.
Peter harr jümmer en Geheemnis
un een Dag nehm he't mit in't Graff.

Hanne harr jümmer grote Telen
un een Dag weren se bannig kleen.
Jochen harr jümmer so'n Sorgen
un een Dag leet he't eenfach ween.

Wiel de Welt nich so blifft, as se is,
köönt wi uns ännern jeden Dag, jeden Dag.

Anna wull jümmer allens weten
un een Dag weer ehr dat egal.
Hinnerk wull Uwe jümmer küssen
un een Dag wull ok Uwe mit'maal.

Wiel de Welt nich so blifft, as se is,
köönt wi uns ännern jeden Dag, jeden Dag,

jümmer wedder, jümmer wedder nee.

Jeden Dag (Ganz Goot 2016)

Lotta hatte immer lange Haare
und eines Tages schnitt sie sie ab.
Peter hatte immer ein Geheimnis
und eines Tages nahm er's mit ins Grab.

Hanne hatte immer große Ziele
und eines Tages waren sie sehr klein.
Jochen hatte immer solche Sorgen
und eines Tages ließ er's einfach sein.

Weil die Welt nicht so bleibt, wie sie ist,
können wir uns ändern jeden Tag, jeden Tag.

Anna wollte immer alles wissen
und eines Tages war ihr das egal.
Hinnerk wollte Uwe immer küssen
und eines Tages wollte Uwe das auch.

Weil die Welt nicht so bleibt, wie sie ist,
können wir uns ändern jeden Tag, jeden Tag,

immer wieder, immer wieder neu.

Klockwark (Sommerkinner 2014)

Sünndagavend, en kotte Afscheed, du geihst.
Jede Week stell ik mi vör, dat du ümdreihst.
Un denn stört ik mi in Arbeit
un ik arbeid mien Pensum af.
Ik tell blots noch de Daag
bit ik di an'n Freedag wedder heff.

Mien Hart sleit as en Klockwark
bit du blangenbi mi steihst,
wiel denn jümmer de Stunnen
as Sekunnen vergeiht.

Freedagmorgen stah ik geern wedder op.
En halvig Dag noch bit ik to dien Bahn loop.
Un ik fall in diene Arms
un du treckst mi heel fast an di ran.
Ik föhl dien Aten
un wat he mit mi maken kann.

Mien Hart sleit as en Klockwark
bit du blangenbi mi steihst,
wiel denn jümmer de Stunnen
as Sekunnen vergeiht.

Uhrwerk (Sommerkinner 2014)

Sonntagabend, kurzer Abschied, du gehst.
Jede Woche stell ich mir vor, wie du bliebst.
Und dann stürz ich mich in Arbeit
und ich arbeite mein Pensum ab.
Ich zähle die Tage
bis ich dich am Freitag wiederhab.

Mein Herz schlägt wie ein Uhrwerk
bis du neben mir stehst,
weil dann immer die Stunden
wie Sekunden vergeh'n.

Freitagmorgen steh ich gern wieder auf.
Ein halber Tag noch bis ich zu deiner Bahn lauf.
Und ich fall in deine Arme
und du ziehst mich ganz fest an dich ran.
Ich spüre deinen Atem
und was er mit mir machen kann.

Mein Herz schlägt wie ein Uhrwerk
bis du neben mir stehst,
weil dann immer die Stunden
wie Sekunden vergeh'n.

Koffer (Ganz Goot 2016)

Ik pack hüüt den Koffer för miene Reis
op't Land, rut in de wiede Welt.
So groot is mien Koffer, ik pack allens rin,
wat mi in miene klenen Hannen fallt:

de Popp vun Oma, de bruuk ik bestimmt,
Zeddel un Stiften, de Klock, de so glimmt,
en Beker mit Wörpels un, wiel ik dat mag,
mien Töverdook mit mien Töverstaav.

Ik pack hüüt den Koffer för miene Reis
op't Land, rut in de wiede Welt.
So groot is mien Koffer, ik pack allens rin,
wat mi in miene klenen Hannen fallt:

dat Book mit de Deerten, dat klene Gespenst,
Bäll so bunt, dat du se glieks erkennst,
en Feernrohr ut Papp un, wiel mi dat steiht,
mien gelet Kleed, dat hett mi Mudders neiht.

Koffer (Ganz Goot 2016)

Ich pack heut den Koffer für meine Reise
auf's Land, raus in die weite Welt.
So groß ist mein Koffer, ich pack alles rein,
was mir in meine kleinen Hände fällt:

die Puppe von Oma, die brauch ich bestimmt,
Zettel und Stifte, die Uhr, die so glänzt,
ein Becher mit Würfeln und, weil ich das mag,
mein Zaubertuch mit meinem Zauberstab.

Ich pack heut den Koffer für meine Reise
auf's Land, raus in die weite Welt.
So groß ist mein Koffer, ich pack alles rein,
was mir in meine kleinen Hände fällt:

das Buch mit den Tieren, das kleine Gespenst,
Bälle so bunt, dass du sie gleich erkennst,
ein Fernrohr aus Pappe und, weil mir das steht,
mein gelbes Kleid, das hat mir Mutter genäht.

Lange Nacht (Ganz Goot 2016)

All lacht, all jumpt, all springt,
all wüllt frohe Leder singen.
Nich lang snacken. Kopp in'n Nacken!
Ener seggt: Ik vertell jo enen Witz.
All lacht al lang, hebbt de Pointe verschwitzt.
Nich lang snacken. Kopp in'n Nacken!

De Party löppt. Benny kümmt mi entgegen.
He kann knapp noch stahn.
Jens un Silke knutscht in'n Regen.

Een lange Nacht. Wat ist dat?
Dat is een lange Nacht.

All danzt, all suupt, all gröölt,
all wüllt sik as de Groten opspelen.
Nich lang snacken. Kopp in'n Nacken!
Een schreet: Lüüd, hebbt ji al hört...
Keen weet, vun wat he snackt, keen hett dat stört.
Nich lang snacken, Kopp in'n Nacken!

Man de Party stiggt to ehren Piek, ik wedd,
Jens hangt över de Toilett, Silke söcht een Kopppientablett.

Een lange Nacht. Wat ist dat?
Dat is een lange Nacht.

Een lange Nacht. Harr ik nienich dacht, dat ik jümmer noch hier stah.
Dat is een lange Nacht. Kiek mal, Benny is ok wedder dor.
Een lange Nacht. Hebbt wi Atemlos nich graad even al höört?
Dat is een lange Nacht. Dat mag ween, man keeneen hett dat stöört.

Lange Nacht (Ganz Goot 2016)

Alle lachen, alle hüpfen, alle springen,
alle wollen frohe Lieder singen.
Nicht lang schnacken. Kopf in den Nacken!
Einer sagt: Ich erzähl euch einen Witz.
Alle lachen schon lange, haben die Pointe verschwitzt.
Nicht lang schnacken. Kopf in den Nacken!

Die Party läuft. Benny kommt mir entgegen.
Er kann kaum noch stehn.
Jens und Silke knutschen im Regen.

Eine lange Nacht. Was ist das?
Das ist eine lange Nacht.

Alle tanzen, alle saufen, alle grölen,
alle wollen sich wie die Großen aufspielen.
Nicht lang schnacken. Kopf in den Nacken!
Einer schreit: Leute, habt ihr schon gehört...
Keiner weiß, wovon er redet, keinen hat's gestört.
Nicht lang schnacken. Kopf in den Nacken!

Aber die Party steigt zu ihrem Höhepunkt, ich wette,
Jens hängt über der Toilette, Silke sucht eine Kopfschmerztablette.

Eine lange Nacht. Was ist das?
Das ist eine lange Nacht.
Eine lange Nacht. Hätte ich nie gedacht, dass ich immer noch hier steh.
Das ist eine lange Nacht. Schau mal, Benny ist auch wieder da.
Eine lange Nacht. Haben wir Atemlos nicht gerade eben schon gehört?
Das ist eine lange Nacht. Das mag sein, aber keinen hat's gestört.

Leder (Ganz Goot 2016)

Du steihst vör de Döör, steihst en beten neven di.
Un ik seh dat an dien Blick,
bruukst keen Bewies un kene Wöör.
Kumm eerstmal rin, ik kaak uns Tee.
Tosamen kümmt allens op Stee.

Laat uns Leder vun't Leven un vun't Starven singen.
Laat uns lachen, laat uns wenen, laat uns Frünnen ween.
Laat uns Leder vun't Leven un vun't Starven singen.
Laat uns allens, allens, wat wi hebbt, mitnanner delen,
allens, wat wi hebbt, mitnanner delen.

Wenn ik keen Utweg seh, büst du de Minsch, to den ik gah.
Du hest jümmer för mi Tiet.
Denn deit allens nich mehr so weh.
Kumm eerstmal rin, ik kaak uns Tee.
Tosamen kümmt allens op Stee.

Laat uns Leder vun't Leven un vun't Starven singen.
Laat uns lachen, laat uns wenen, laat uns Frünnen ween.
Laat uns Leder vun't Leven un vun't Starven singen.
Laat uns allens, allens, wat wi hebbt, mitnanner delen,
allens, wat wi hebbt, mitnanner delen.

Lieder (Ganz Goot 2016)

Du stehst vor der Tür, stehst ein bisschen neben dir.
Und ich seh das an deinem Blick,
brauchst keinen Beweis und keine Worte.
Komm erstmal rein, ich koch uns Tee.
Zusammen kommt alles in Ordnung.

Lass uns Lieder vom Leben und vom Sterben singen.
Lass uns lachen, lass uns weinen, lass uns Freunde sein.
Lass uns Lieder vom Leben uns vom Sterben singen.
Lass uns alles, alles, was wir haben, miteinander teilen,
alles, was wir haben, miteinander teilen.

Wenn ich keinen Ausweg seh, bist du der Mensch, zu dem ich geh.
Du hast immer für mich Zeit.
Dann tut alles nicht mehr so weh.
Komm erstmal rein, ich koch uns Tee.
Zusammen kommt alles in Ordnung.

Lass uns Lieder vom Leben und vom Sterben singen.
Lass uns lachen, lass uns weinen, lass uns Freunde sein.
Lass uns Lieder vom Leben uns vom Sterben singen.
Lass uns alles, alles, was wir haben, miteinander teilen,
alles, was wir haben, miteinander teilen.

Leevde blifft (Bi mi tohuus 2015)

Wat bringt mi dusend Wöör ahn Leevde?
Wat bringt mi Weten un Gloven ahn Geföhl?
Wat bringt mi Almosen ahn Tekens vun Leevde?
Wat bringt mi Oppers ut't reine Kalköl.

Leevde blifft.

De Leevde hett en lang Aten un en fründlich Gesicht.
Se drammt sik nich op.
De Leevde is gedüllig.
Ok wenn allens wiederdrifft...

Leevde blifft.

Allens hett en Enn. Man se hört nienich op.
Allens hett en Enn. Man se hört nienich op.
Ganz an'n Schluss blifft de Leevde.

Leevde blifft.

Liebe bleibt (Bi mi tohuus 2015)

Was nützen mir tausend lieblose Worte?
Was nützen mir Wissen und Glauben ohne Gefühl?
Was nützen mir Almosen ohne Zeichen der Liebe?
Was nützen mir Opfer aus reinem Kalkül?

Liebe bleibt.

Die Liebe hat nen langen Atem und ein freundliches Gesicht.
Sie drängt sich nicht auf. Böses im Schilde führt sie nicht.
Die Liebe ist geduldig.
Auch wenn alles weitertreibt...

Liebe bleibt.

Alles hat ein Ende. Doch sie hört niemals auf.
Alles hat ein Ende. Doch sie hört niemals auf.
Ganz am Schluss bleibt die Liebe. Liebe bleibt.

Liebe bleibt.

Levenslabyrinth (Sommerkinner 2014)

Piel as an Bargen boot sik vör uns twee Weeg op.
De een löppt liek, de anner in Kurven den Barg rop.Wo heet dat Teel,
an dat keeneen mehr glöövt wenn dat düüster warrt?
Un keen is de Ierste vun uns, de sik verlöppt?
Schöön as an Övers boot sik vör uns dat Leven op.
Dien verlöppt graad, mien nümmt sik Kurven in'n Levensloop.
Wo heet dat Teel,
an dat keeneen mehr glöövt wenn dat düüster warrt?
Un keen is de Ierste vun uns, de sik verlöppt?

In't Levenslabyrinth, in't Labyrinth, in't Levenslabyrinth
loopt wi över Bargen un Stenen.
In't Labyrinth, in't Labyrinth söökt wi uns Weg.
Hooch as op Wulken sitt wi nu dor, kiekt dat Leven an.
Un ut de Feern kiekt wi uns Bargen un Dalen an.
Kleen is dat Teel,
an dat keeneen mehr glöövt wenn dat düüster warrt.
En lierlüttj Punkt blots, wi hebbt uns verdaan.

In't Levenslabyrinth, in't Labyrinth, in't Levenslabyrinth
loopt wi över Bargen un Stenen.
In't Labyrinth, in't Labyrinth söökt wi uns Weg.

(Aha aha) in't Levenslabyrinth
(Aha aha) in't Levenslabyrinth (Aha aha)

Lebenslabyrinth (Sommerkinner 2014)

Steil wie an Bergen bauen sich vor uns zwei Wege auf.
Einer läuft gerade, der andere in Kurven den Berg hinauf.
Wie heißt das Ziel,
an das keiner mehr glaubt, wenn es dunkel wird?
Und wer ist der erste von uns, der sich verirrt?
Schön wie an Ufern baut sich vor uns unser Leben auf.
Deins verläuft gerade, meinst nimmt sich Kurven im Lebenslauf.
Wie heißt das Ziel,
an das keiner mehr glaubt, wenn es dunkel wird?
Und wer ist der erste von uns, der sich verirrt?

Im Lebenslabyrinth, im Lebenslabyrinth, im Lebenslabyrinth
laufen wir über Berge und Steine.
Im Lebenslabyrinth, im Lebenslabyrinth suchen wir unseren Weg.

Hoch wie auf Wolken sitzen wir da, schauen das Leben an.
Und aus der Ferne sehen wir uns Berge und Täler an.
Klein ist das Ziel,
an das keiner mehr glaubt, wenn es dunkel wird.
Ein winziger Punkt nur, wir haben uns geirrt.

Im Lebenslabyrinth, im Lebenslabyrinth, im Lebenslabyrinth
laufen wir über Berge und Steine.Im Lebenslabyrinth, im Lebenslabyrinth suchen wir unseren Weg.

(Aha aha) im Lebenslabyrinth
(Aha aha) im Lebenslabyrinth (Aha aha)

Lever in Hamborg (Sommerkinner 2014)

Kene Wöör mehr, allens sinnlos un holl,
heff kene Wöör mehr un weet nich, wat dat hier schall.
Dien unerschütterlich Lachen lacht sik en in de Fuust.
Ik weet nich, wat wi hier maakt.
Ik seh blots, as du schuust.

Un jichtenswo weer ik nu lever in Hamborg,
jichtenswo is dat dor anners as hier.
Jichtenswo sleit mien Hart rohiger in Hamborg.
Ik kumm villicht op en Pott Kaffee torüch to di.

Kene Hapen mehr, allens drööv un grau,
heff kene Hapen mehr un dat weetst du ok nau.
Unse verloren Harten speelt Flunner un Butt.
Ik glööv, dat kunn ik versmatten.
Man nu is dat so dat ik't mutt.

Un jichtenswo weer ik nu lever in Hamborg,
jichtenswo is dat dor anners as hier.
Jichtenswo sleit mien Hart rohiger in Hamborg.
Ik kumm villicht op en Pott Kaffee torüch to di.
Man ik weer lever in Hamborg,
jichtenswo is dat dor anners as hier.
Jichtenswo sleit mien Hart rohiger in Hamborg.
Ik kumm villicht op en Pott Kaffee torüch to di.

Lieber in Hamburg (Sommerkinner 2014)

Keine Worte mehr, alles sinnlos und hohl,
hab keine Worte mehr und weiß nicht, was das hier soll.
Dein unerschütterliches Lachen lacht sich einen in die Faust.
Ich weiß nicht, was wir hier machen.
Ich sehe nur wie du schaust.

Und irgendwie wär ich jetzt lieber in Hamburg,
irgendwie ist es da anders als hier.
Irgendwie schlägt mein Puls ruhiger in Hamburg.
Ich komm vielleicht mal auf nen Kaffee zurück zu dir.

Keine Hoffnung mehr, alles trübe und grau,
hab keine Hoffnung mehr und das weißt du genau.
Unsere verlorenen Herzen spielen Hase und Fuchs.
Ich glaub, das könnt ich verschmerzen.
Doch jetzt ist es so, dass ich's muss.

Und irgendwie wär ich jetzt lieber in Hamburg,
irgendwie ist es da anders als hier.
Irgendwie schlägt mein Puls ruhiger in Hamburg.
Ich komm vielleicht mal auf nen Kaffee zurück zu dir.
Doch ich wär lieber in Hamburg,
irgendwie ist es da anders als hier.
Irgendwie schlägt mein Puls ruhiger in Hamburg.
Ich komm vielleicht mal auf nen Kaffee zurück zu dir.

Lüücht mi den Weg (Sommerkinner 2014)

Di fallt en lüttje Lüchten in den Schoot.
Du weetst noch gar nich, wat dat is, al is dat groot.
Du höllst dat Lüchten in de Hand un schienst
as en Kers in de Schummerstünn to ween.
Du kannst heel liesen snacken, in de Nacht
sünd kene Geister dor, blots wi, wi sünd noch waak.
De Wöör, de wi seggen, sünd heel kleen
un wüllt nau so as en Kers för uns ween.

Hool se fast, hool se fast, hool se fast,
un lüücht mi den Weg.

Di fallt en lüttje Lüchten in den Schoot.
Du weetst noch gar nich, wat dat is, al is dat groot.
Du höllst dat Lüchten in de Hand un schienst
as en Kers in de Schummerstünn to ween.

Hool se fast, hool se fast, hool se fast,
un lüücht mi den Weg.

To di un torüch to mi
un to dat Glück, dat op uns töven will.
To di un torüch to mi
un to dat Glück, dat op uns töven will.
Hool se fast, hool se fast, hool se fast,
Hool se fast, hool se fast, hool se fast,
un lüücht mi den Weg.

Leuchte mir den Weg (Sommerkinner 2014)

Dir fällt ein kleines Leuchten in den Schoß.
Du weißt noch gar nicht, was es ist, schon ist es groß.
Du hältst das Leuchten in der Hand und scheinst
wie eine Kerze in der Dämmerung zu sein.Du kannst ganz leise sprechen, in der Nacht
sind keine Geister da, nur wir, wir sind noch wach.
Die Wörter, die wir sagen, sind ganz klein
und wollen so wie eine Kerze für uns sein.

Halt sie fest, halt sie fest, halt sie fest
und leuchte mir den Weg.

Die fällt ein kleines Leuchten in den Schoß.
Du weißt noch gar nicht, was es ist, schon ist es groß.
Du hältst das Leuchten in der Hand und scheinst
wie eine Kerze in der Dämmerung zu sein.

Halt sie fest, halt sie fest, halt sie fest
und leuchte mir den Weg.

Zu dir und zurück zu mir
und zum Glück, das auf uns warten will.
Zu dir und zurück zu mir
und zum Glück, das auf uns warten will.

Halt sie fest, halt sie fest, halt sie fest
Halt sie fest, halt sie fest, halt sie fest
und leuchte mir den Weg.

Lüttje Glück (Sommerkinner 2014)

Lüttje Sporen an'n See,
Gräser wankt hen un her,
Farven heller as in
jeedeen Billerböökermeer.
Un en lüttje Momang bringt mi de Tiet torüch.
Dat is Tiet för'n lüttje Glück.

Tiet för'n lüttje Glück.

Graue Swaans op See,
Bülgen schuckelt hen un her,
allens, wat ik hier seh,
liggt in't Sünnenlichtermeer.
Un en lüttje Momang bringt mi de Tiet torüch.
Dat is Tiet för'n lüttje Glück.

Tiet för'n lüttje Glück.

Ik bliev dor bit allens düüster warrt.
Wiet un siet keen Minsch to sehen.
Ik aten gierig jeedeen Lufttog in,
bliev stahn, ik bliev stahn.

Tiet för'n lüttje Glück.

Kleines Glück (Sommerkinner 2014)

Kleine Spuren am See,
Gräser wanken hin und her,
Farben heller als in
jedem Bilderbüchermeer.
Und ein kleiner Moment bringt mir die Zeit zurück.
Es ist Zeit für'n kleines Glück.

Zeit für ein kleines Glück.

Graue Schwäne auf See,
Wellen schaukeln hin und her,
alles, was ich hier seh,
liegt im Sonnenlichtermeer.
Und ein kurzer Moment bringt mir die Zeit zurück.
Es ist Zeit für'n kleines Glück.

Zeit für ein kleines Glück.

Ich bleibe hier bis alles dunkel wird.
Weit und breit kein Mensch zu sehen.
Ich atme gierig jeden Luftzug ein,
bleib stehen, ich bleib stehen.

Zeit für'n kleines Glück.

Meeresruuschen (Nieland 2012)

De Naams vun de Mannslüüd driggt de Wind
rut in de düüstere Nacht.
Dor weent eene Moder, schreet een Kind
sik eensam in den Slaap.
Iesig treckt eene Stille in,
unseggbar, wat hüüt scheh.
Een Bild överlagert ümmerlos
dat Lengen na de See.

Meeresruuschen, Ozeanen,
trurig sinkt een Schipp.
Familie steiht vörn op sien Boog,
de Mast is halv blots hisst,
de Mast is halv blots hisst.

De Vagels sünd ut de Stadt flücht,
dat Leven speelt annerswo.
De Straten vun Stoff un Gruus bedeckt,
dat rüükt na Lehm un Dood.
De Hüüs schuuvt di een Slott nu vör
un hangt all Finster to.
Un ok de Finster to den Harten.

Meeresruuschen, Ozeanen,
trurig sinkt een Schipp.
Familie steiht vörn op sien Boog,
de Mast is halv blots hisst,
de Mast is halv blots hisst.

Meeresrauschen (Nieland 2012)

Die Namen der Männer trägt der Wind
raus in die düstere Nacht.
Da weint eine Mutter, schreit ein Kind
sich einsam in den Schlaf.
Eisig zeiht eine Stille ein,
unsagbar, was heute geschah.
Ein Bild überlagert immerzu
die Sehnsucht nach dem Meer.

Meeresrauschen, Ozeane,
traurig sinkt ein Schiff.
Familie steht vorne auf seinem Bug,
der Mast ist nur halb gehisst,
der Mast ist nur halb gehisst.

Die Vögel sind aus der Stadt geflohen,
das Leben spielt anderswo.
Die Straßen von Staub und Schutt bedeckt,
es riecht nach Lehm und Tod.
Den Häusern schieben man jetzt ein Schloss vor
und hängen alle Fenster zu.
Und auch die Fenster zu den Herzen.

Meeresrauschen, Ozeane,
traurig sinkt ein Schiff.
Familie steht vorne auf seinem Bug,
der Mast ist nur halb gehisst,
der Mast ist nur halb gehisst.

New York, Paris un Piet (Sommerkinner 2014)

Steve un John droop ik an'n Madison Square
un na en halvig Stunn leep mit den een al wat mehr.
Den annern bestell ik denn an'n Avend in den Central Park.
Ik dacht an Mark, mien grote Leev,
wieldat Steve sik würklich Möögde geev.

Tohuus dor heff ik Piet, man de hett Tiet.
Mien Piet hett Tiet.

Jaques smitt en Party an't Över vun de Seine.
Dor lehr ik ok gau sien Kumpel Pedro kennen.
Heel unverbunnen fraagt he mi, wat lesbisch oder hetero.
Denn dee ik dat mit Pedro un later mit Jaques in de Metro.

Tohuus dor heff ik Piet, man de hett Tiet.
Mien Piet hett Tiet.

Na de verleden Daag in New York un Paris
geev dat blots en Kleenigkeit, de op sik töven leet.
De Mannslüüd sünd ja herrlich to beleven un to'n Stuunen
schoons de de besten Lunen hebbt bekanntlich ja de Froons.
Nu dink ik över Inserate un Annoncen na.
Villicht fohr ik dat tokamen Maal na Pinnbarg un fraag
na Elke un na Annegret na Meike un na Lisa.
Keen weet, villicht hebbt de ja
Lust op wat anneret as Heiner un Dieter.

Un Piet, mien Piet hett Tiet.

New York, Paris und Peter (Sommerkinner 2014)

Steve und John traf ich am Madison Square,
schon nach ner halben Stunde lief mit einem etwas mehr.
Den anderen bestellte ich am Abend in den Central Park.
Dort dachte ich an Mark,
während Steve sich Mühe gab.

Zuhause hab ich Peter, den lieb ich später.
Den lieb ich später.

Jaques schmiss eine Party am Ufer der Seine.
Da lernte ich recht schnell seinen Kumpel Pedro kennen.
Ganz unverbindlich fragt der mich, ob lesbisch oder hetero.
Dann tat ich es mit Pedro und später mit Jaques in der Metro.

Zuhause hab ich Peter, den lieb ich später.
Den lieb ich später.

Nach den letzten Tagen in New York und Paris
gab's nur eine Kleinigkeit, die auf sich warten ließ.
Die Männerwelt ist herrlich zu erleben und bestaunen,
doch die besten Launen haben bekanntlich ja die Frauen.
Nun denk ich über Inserate und Annoncen nach.
Vielleicht fahr ich das nächste Mal nach Pinneberg und frag
nach Elke und nach Annegret, nach Meike und nach Lisa.
Wer weiß, vielleicht haben die ja
Lust auf was Anderes als Heiner und Dieter.

Und Peter, den lieb ich später.
Nieland (Nieland 2012)

Hebb mi mal wedder to fröh freit,
denn nu is nix mehr dor wat mi noch blifft.
Vun't groote Glück heff ik in de letzte Nacht al dröömt.
Miene Büdel sünd al packt,
hebb de Gitarre ok al in miene Hand.
Ik maak mi op den Weg, de miene Drömen kennt.

Keen Sporen mehr to sehn, hier is keeneen je vörher ween.
Jeder Schritt is as een nieje Dimenschoon.
Nix höllt mi nu mehr torüch,
bin op de Söök na een niejet Glück.
Nu is de Kraft dor, de mi stüttig wieder drifft.

Ik loop alleen dör de Nacht, alleen dör den Dag,
alleen dör de Tiet, ohne Sinn un Verstand
in een unbekannt Land: Dat is Nieland.

Neuland (Nieland 2012)

Hab mich mal wieder zu früh gefreut,
denn jetzt ist nichts mehr da, was mir noch bleibt.
Vom großen Glück hab ich in der letzten Nacht geträumt.
Meine Taschen sind schon gepackt,
hab die Gitarre auch schon in meiner Hand.
Ich mach mich auf den Weg, der meine Träume kennt.

Keine Spuren mehr zu sehen, hier ist keiner je vorher gewesen.
Jeder Schritt ist wie eine neue Dimension.
Nichts hält mich jetzt noch zurück,
bin auf der Suche nach einem neuen Glück.
Jetzt ist die Kraft da, die mich stetig weitertreibt.

Ich laufe allein durch die Nacht, allein durch den Tag,
allein durch die Zeit, ohne Sinn und Verstand
in ein unbekanntes Land: Das ist Neuland.

Op Land (Nieland 2012)

Een Huus steiht twischen twee Maisfelder.
De Köh gaht dorvör spazeeren.
Se hebbt sik nix mehr to vertellen.
Se glöövt, dor warrt nix mehr passeeren.

De Schaap bölkt vun den Diek.
Se weet ok nix Nieget mehr.
Se kiekt trurig in de Au.
Dat Water plätschert vör sik hen.

Un dorop drinkt wi noch een, twee, dree, veer.

Ja, so is dat hier op Land
un nu drinkt wi noch een.
Ja, so is dat hier op Land
un nu drinkt wi noch een, twee, dree, veer Kööm.

De Mullwurpshupen op de Footballplatz
warrn Dag för Dag vun den Platzwart plattpett.
De Mullwurp mutt woanders hen.
He föhlt, dat he allens verleert.

Schaukeln weiht blots noch in de Wind.
Dat Tor hett lang keen Ball mehr sehn.
De Speelplatz hett sien Tieden hatt,
wi Kinner sünd ok nich mehr so kleen.

Un dorop drinkt wi noch een, twee, dree, veer.

Ja, so is dat hier op Land
un nu drinkt wi noch een.
Ja, so is dat hier op Land
un nu drinkt wi noch een, twee, dree, veer Kööm.

Auf'm Land (Nieland 2012)

Ein Haus steht zwischen zwei Maisfeldern.
Die Kühe gehen davor spazieren.
Sie haben sich nichts mehr zu erzählen.
Sie glauben, da wird nichts mehr passieren.

Die Schafe bölken vom Deich.
Sie wissen auch nichts Neues mehr.
Sie gucken traurig in die Au.
Das Wasser plätschert vor sich hin.

Und darauf trinken wir noch ein, zwei, drei, vier.

Ja, so ist das hier auf'm Land
und nun trinken wir noch einen.
Ja, so ist das hier auf'm Land
und nun trinken wir noch ein, zwei, drei, vier Kööm.

Die Maulwurfshaufen, auf dem Fussballplatz
werden Tag für Tag vom Platzwart platt getreten.
Der Maulwurf muss woanders hin.
Er fühlt, dass er alles verliert.

Die Schaukeln wehen nur noch im Wind.
Das Tor hat lang keinen Ball mehr gesehen.
Der Spielplatz hat seine Zeit gehabt.
Wir Kinder sind auch nicht mehr so klein.

Und darauf trinken wir noch ein, zwei, drei, vier.

Ja, so ist das hier auf'm Land
und nun trinken wir noch einen.
Ja, so ist das hier auf'm Land
und nun trinken wir noch ein, zwei, drei, vier Kööm.

Purpur un Gold (Nieland 2012)

Du seggst, du kümmst wedder un dat du mi schriffst,
un dat allns, wat echt is, för jümmer blifft.
Du seggst, dat is schöön dor, un kickst mi lang an.
Nu stah ik so vör di.

Mi geiht nix dör'n Kopp as een poor kruse Gedanken.
Ik föhl mi richtig swoor.
Du stiggst in de Bahn, kickst scho ut't Finster.
Ik wink di noch lang achterna.

Ik bo di een Billerrahmen ut Purpur un Gold
mit Glimmerstenen un Evenholt,
mit Ecken un Kanten, mit Tusche verzeert.
Un all dat blots, dormit du mi nich ut dien Ogen verleerst.

Nu tööv ik siet Stunnen op een Nahricht vun di.
Du belevst woll veel Nieget un ik sitt bi mi.
Mi warrt kloor, wat wi hebbt, an uns un de Welt
un dat keeneen een Geschicht so as du vertellt.

Mi geiht nix dör'n Kopp as een poor kruse Gedanken.
Ik föhl mi richtig swoor.
Denn mal ik een Bild vun uns, so goot as ik dat kann,
un schick dat di achterna.

Purpur und Gold (Nieland 2012)

Du sagst, du kommst wieder und dass du mir schreibst,
und dass alles, was echt ist, für immer bleibt.
Du sagst, das ist schön da und guckst mich lang an.
Jetzt steh ich so vor dir.

Mir geht nichts durch den Kopf als ein paar wirre Gedanken.
Ich fühl mich richtig schwer.
Du steigst in die Bahn, siehst scheu aus dem Fenster.
Ich winke dir noch lange hinterher.

Ich bau dir einen Bilderrahmen aus Purpur und Gold
mit Glitzersteinen und Ebenholz,
mit Ecken und Kanten, mit Tusche verziert.
Und all das nur, damit du mich nicht aus den Augen verlierst.

Jetzt warte ich seit Stunden auf eine Nachricht von dir.
Du erlebst wohl viel Neues und ich sitz bei mir.
Mir wird klar, was wir haben, an uns und der Welt
und dass keiner eine Geschichte so wie du erzählt.

Mir geht nichts durch den Kopf als ein paar wirre Gedanken.
Ich fühl mich richtig schwer.
Dann mal ich ein Bild von uns, so gut ich das kann,
und schick es dir hinterher.

Ich bau dir einen Bilderrahmen aus Purpur und Gold
mit Glitzersteinen und Ebenholz,
mit Ecken und Kanten, mit Tusche verziert.
Und all das nur, damit du mich nicht aus den Augen verlierst.

(Op de) Reeperbahn (Ganz Goot 2016/Op de Reeperbahn 2013)

Sülvern klingt un springt de Hüer, hüüt speel ik dat feine Oos.
Hüüt is di ok nix to düer, morgen geiht dien Reis ja los.
Langsam bummel ik ganz alleen de Reeperbahn na de Freiheit rop.
Draap ik enen Smucken, enen Flachskopp, den gavel ik mi op.

Kumm doch, lever Klener, wees doch mien un segg nich nee.
Du schasst bet morgen fröh Klock negen mien klener Leevster ween.
Wenn du dat wullt, denn bün ik di tro, sogar bet Klock teihn.
Haak mi ünner, wi bummelt tosamen maal loos, Kaptein.

Op de Reeperbahn Klock halvig een,
wat du'n Macker hest oder hest keen,
amüseerst du di, un dat segg ik di,
op de Reeperbahn Klock halvig een.
'Keen noch nie nich in so ene Nacht
enen Reeperbahnbummel hett maakt,
is een arme Wicht, se kennt di nich,
mien St. Pauli, St. Pauli bi Nacht.

Kümmst du torüch in't tokamen Johr, bruun brennt as dat is in Mood,
heff ik miene blonden Hoor swatt farvt, villicht ok root.
Gröt di denn een frömde Deern, du geihst vörbi un du kennst se nich,
kümmt di villicht de Erinnerung wedder, wenn lies se to di sprickt.

Reeperbahn (Ganz Goot 2016/Op de Reeperbahn 2013)

Silbern klingt und springt die Heuer, heut spiel ich das feine Aas.
Heut ist dir auch nichts zu teuer, morgen geht deine Reise ja los.
Langsam bummel ich ganz allein die Reeperbahn zur Freiheit rauf.
Treffe ich einen gutaussehenden Blondschopf, den gabel ich mir auf.

Komm doch, lieber Kleiner, sei doch mein und sag nicht nein.
Du sollst bis morgen früh um neun mein kleiner Liebster sein.
Wenn du das willst, dann bin ich dir treu, sogar bis um zehn.
Hak mich unter, wir bummeln zusammen mal los, Kapitän.

Auf der Reeperbahn um halb eins,
ob du einen Macker hast oder keinen hast,
amüsierst du dich, und das sag ich dir,
auf der Reeperbahn um halb eins.
Wer noch niemals in so einer Nacht
einen Reeperbahnbummel gemacht hat,
ist eine arme Frau, sie kennt dich nicht,
mein St. Pauli, St. Pauli bei Nacht.
Kommst du zurück im nächsten Jahr, braun gebrannt wie's in Mode ist,
hab ich meine blonden Haare schwarz gefärbt, vielleicht auch rot.
Grüßt dich dann ein fremdes Mädchen, du gehst vorbei und erkennst sie
kommt dir vielleicht die Erinnerung wieder, wenn leis sie zu dir spricht.

Schietwedder-Blues (Nieland 2012)

Dat is de Schietwedder-Blues,
dat pladdert den ganzen Dag.
Dat is de Schietwedder-Blues,
man ik hebb dor een Verdrag
mit de Wulken, de an Himmel hangt
un sik dor boben een affwrangt.
Dat se nich bit morgen blievtun de Sünnschien verdrievt.
Schietwedder, dat is Schietwedder.
Schietwedder, dat pladdert den ganzen Dag.
Schietwedder, so een Schietwedder.
Schietwedder, so'n Schiet:
Dat is de Schietwedder-Blues.

Klei mi an de Mors: Ik glööv, de Reegentiet is dor.
Un ik schick jem all een Ansichtskort
vun disse bannig natte Ort,
wenn dat hier allns wedder dröög warrt,
denn dat Schietwedder, dat hett sik watt.
Dor hebbt wi natte Fööt kreegen.
Dat is jor meist as in't Schwimmbad.

Schietwedder-Blues (Nieland 2012)

Das ist der Schietwetter-Blues,
es regnet den ganzen Tag.
Das ist der Schietwedder-Blues,
aber ich hab de einen Vertrag
mit den Wolken, die am Himmel hängen
und sich da oben einen abringen.
Dass sie nicht bis morgen bleiben
und den Sonnenschein vertreiben.

Schietwetter, das ist Schietwetter.
Schietwetter, es regnet den ganzen Tag.
Schietwetter, so ein Schietwetter,
Schietwetter, so ein Mist:
Das ist der Schietwetter-Blues.

Leck mich am Hintern: Ich glaube, die Regenzeit ist da.
Und ich schick dir mal eine Ansichtskarte
von diesem sehr, sehr nassen Ort,
wenn das hier alles wieder getrocknet ist,
denn das Schietwetter, das hat es in sich.
Da haben wir nasse Füße gekriegt.
Das ist ja fast so wie im Schwimmbad.

Schree mi eenmal an (Sommerkinner 2014)

De Peer loopt sneller över unsen Hoff
as wenn se wüssen, wat nu kümmt.
De Swalken fleegt deper noch as wenn dat regen schall
un du sprickst lieser as sünst.

Man ik bidd di:
Schree mi eenmal an,
dormit ik't verstahn kann.
Dormit ik di hören kann,
schree mi eenmal an.

De Regen fallt luutstark vör unse Döör
as wenn he jichtenswat söcht.
Dat Lachen stickt deep in dien Hals fast,
meist so, as harr ik di verflöökt.

Man ik bidd di:
Schree mi eenmal an,
dormit ik't verstahn kann.
Dormit ik di hören kann,
schree mi eenmal an.

Keen Dag warrt ween as je vördem,
keen Woort vun di dringt an mien Ohr.

Schree mi eenmal an,
dormit ik't verstahn kann.
Dormit ik di hören kann,
schree mi eenmal an.

Schrei mich einmal an (Sommerkinner 2014)

Die Pferde laufen schneller über unseren Hof
als ob sie wüssten, was jetzt kommt.
Die Schwalben fliegen tiefer noch als wenn es regnen soll
und du sprichst leiser als sonst.

Doch ich bitte dich:
Schrei mich einmal an,
damit ich's verstehen kann.
Damit ich dich hören kann,
schrei mich einmal an.

Der Regen fällt lautstark vor unserer Tür
als ob er irgendetwas sucht.
Das Lachen steckt tief in deinem Halse fest,
fast so, als hätt ich dich verflucht.

Doch ich bitte dich:
Schrei mich einmal an,
damit ich's verstehen kann.
Damit ich dich hören kann,
schrei mich einmal an.

Kein Tag wird sein wie je zuvor,
kein Wort von dir dringt an mein Ohr.

Schrei mich einmal an,
damit ich's verstehen kann.
Damit ich dich hören kann,
schrei mich einmal an.

Seeluft (Nieland 2012)

De Tiden gaht, de Tiden kaamt
un ik stah hier an't Water rüm
un fraag mi, wat de Morgen wohl bringt.
De Wind weiht wieder üm mi rüm
un allns wat ik heff or bün
is nu ganz weet achtern Diek.

De Wellen kaamt al fix to mi an'n Strand.
Un dor bildt sik ut Schuum een dünnet Band.

Dat is de Seeluft un de Deepde.
Dat is dat, wat ik to'n Leven bruuk. Dat deit mi goot.
Dat is de Seeluft un de Deepde.
Dat is dat, wat ik to'n Leven bruuk. Dat deit mi jümmer goot.

De Maand kickt ut de Wulken vör.
De Stille driggt mi ganz na Huus.
De Luft smeckt ruuch un köhl.
De Horizont is knapp to sehn.
De Eer warrt sik wieder dreih'n,
man ik bliev stahn un maak nich veel.
De Wellen kaamt al fix to mi an'n Strand.
Un dor bildt sik ut Schuum een dünnet Band.

Dat is de Seeluft un de Deepde.
Dat is dat, wat ik to'n Leven bruuk. Dat deit mi goot.
Dat is de Seeluft un de Deepde.
Dat is dat, wat ik to'n Leven bruuk. Dat deit mi jümmer goot.

Egal, woveel Daag ok vergaht:
Ik bliev hen un wedder geern an't Water stah'n.

Seeluft (Nieland 2012)

Die Gezeiten gehen, die Gezeiten kommen
und ich steh hier am Wasser rum
und frag mich, was der Morgen wohl bringt.
Der Wind weht weiter um mich rum
und alles was ich hab und bin
ist jetzt ganz weit hinterm Deich.

Die Wellen kommen schnell zu mir an den Strand
und da bildet sich aus Schaum ein dünnes Band.

Das ist die Seeluft und die Tiefe.
Das ist das, was ich zum Leben brauche. Das tut mir gut.
Das ist die Seeluft und die Tiefe.
Das ist das, was ich zum Leben brauche. Das tut mir immer gut.

Der Mond guckt aus den Wolken vor.
Die Stille trägt mich ganz nach Hause.
Die Luft schmeckt rau und kühl.
Der Horizont ist knapp zu sehen.
Die Erde wird sich weiter drehen,
aber ich bleib stehn und mach nicht viel.

Die Wellen kommen schnell zu mir an den Strand
und da bildet sich aus Schaum ein dünnes Band.

Das ist die Seeluft und die Tiefe.
Das ist das, was ich zum Leben brauche. Das tut mir gut.
Das ist die Seeluft und die Tiefe.
Das ist das, was ich zum Leben brauche. Das tut mir immer gut.

Egal, wieviele Tage auch vergehen,
ich bleib hin und wieder gern am Wasser stehen.

Slaapleed (Bi mi tohuus 2015)

De Dag is üm, de Nacht breckt in.
De Maand schient lies in dien Finster rin.
Nu maak dien Ogen to und slaap gau in,
slaap gau in in disse Roh.

De Kers brennt, allens so as wennt.
Dat Licht schient nau so as een dat kennt
Nu maak dien Ogen to und slaap gau in,
slaap gau in in disse Roh.

Ik sing di to, bit to dien Droom.
Du hörst dat Leed un kannst mi vertroon.
Nu maak dien Ogen to und slaap gau in,
slaap gau in in disse Roh.

Schlaflied (Bi mi tohuus 2015)

Der Tag ist um, die Nacht bricht ein.
Der Mond scheint leis in dein Fenster rein.
Nun mach die Augen zu und schlaf schnell ein,
schlaf schnell ein in dieser Ruh.

Die Kerze brennt, alles wie gewohnt.
Das Licht scheint genau so, wie man es kennt.
Nun mach die Augen zu und schlaf schnell ein,
schlaf schnell ein in dieser Ruh.

Ich sing dir zu, bis in deinen Traum.
Du hörst das Lied und kannst mir vertrauen.
Nun mach die Augen zu und schlaf schnell ein,
schlaf schnell ein in dieser Ruh.

So as du büst (Op de Reeperbahn 2013)
Wenn du magst, kannst du mi rohig neger kamen,
wenn du mi neger kummst, denn bliev ik hüüt hier.
Un wenn du di trost, bliev doch bi mi,
bliev hüüt bi mi, so as du büst.

Ik hool för di de Tiet an,
haal den Himmel een Stück neger
an de Stell, an de wi staht.
Ik fang den Regen op mit bloten Poten
un hool em för di fast,
wenn wi wieder gaht.

Wenn du magst, kannst du mi rohig neger kamen,
wenn du mi neger kummst, denn bliev ik hüüt hier.
Un wenn du di trost, bliev doch bi mi,
bliev hüüt bi mi, so as du büst.

Ik sparr för di de Straten vun de Stadt,
plant vele groote Bööm
an de Weeg, de wi gaht.
Ik fang de bösen Geister af mit bloten Poten
un hool em för di fast,
wenn wi wieder gaht.

Wenn du magst, kannst du mi rohig neger kamen,
wenn du mi neger kummst, denn bliev ik hüüt hier.
Un wenn du di trost, bliev doch bi mi,
bliev hüüt bi mi, so as du büst

kannst du mi rohig neger kamen.
Kannst du mi neger kamen?
Hüüt oder morgen, op't leefst hüüt un hier.

So wie du bist (Op de Reeperbahn 2013)

Wenn du magst, kannst du mir ruhig näher kommen,
wenn du mir näher kommst, dann bleib' ich heute hier.
Und wenn du dich traust, dann bleib doch bei mir,
bleib heute bei mir, so wie du bist.

Ich halte für dich die Zeit an,
hole den Himmel ein Stück näher
an die Stelle, wo wir stehen.
Ich fang' den Regen auf mit bloßen Händen
und halt' ihn für dich fest,
wenn wir weiter geh'n.

Wenn du magst, kannst du mir ruhig näher kommen,
wenn du mir näher kommst, dann bleib' ich heute hier.
Und wenn du dich traust, dann bleib doch bei mir,
bleib heute bei mir, so wie du bist.

Ich sperr für dich die Staßen der Stadt,
pflanze viele große Bäume
an die Wege, die wir gehen.
Ich fang' die bösen Geister ab mit bloßen Händen
und halt' sie für dich fest,
wenn wir weiter geh'n.

Wenn du magst, kannst du mir ruhig näher kommen,
wenn du mir näher kommst, dann bleib' ich heute hier.
Und wenn du dich traust, dann bleib doch bei mir,
bleib heute bei mir, so wie du bist

kannst du mir ruhig näher kommen.
Kannst du mir näher kommen?
Heute oder morgen, am liebsten gleich hier.

Sommerkinner (Sommerkinner 2014)

Sommerkinner eet Ies ok in de Nacht,
denn de Winter is wiet weg un se wüllt Spaaß.
Se loopt över Wischen, singt jemehr Leder,
lacht bit de tokamen Morgen kümmt.

Sommerkinner loopt barfoot dör de Stadt,
doot dat jümmer, wiel denn de Alldag Poos hett.
Se loopt över Wischen, singt jemehr Leder,
lacht bit de tokamen Morgen kümmt.

La da da ja ja, Sommerkinner so as du un ik.
La da da ja ja, Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinner so as du un ik.

Ik seh se jümmer wedder op't Land un in de Stadt,
se warrt ok nich mööd bit de Dag se wedder hett.
La da da ja ja, Sommerkinner so as du un ik.
La da da ja ja, Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinner so as du un ik.

Sommerkinder (Sommerkinner 2014)

Sommerkinder essen Eis auch in der Nacht,
denn der Winter ist weit weg und sie wollen Spaß.
Sie laufen über Wiesen, singen ihre Lieder,
lachen bis der nächste Morgen kommt.

Sommerkinder laufen barfuß durch die Stadt,
tun das immer, weil dann der Alltag Pause hat.
Sie laufen über Wiesen, singen ihre Lieder,
lachen bis der nächste Morgen kommt.

La da da ja ja, Sommerkinder so wie du und ich.
La da da ja ja, Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinder so wie du und ich.

Ich seh sie immer wieder auf dem Land und in der Stadt,
sie werden auch nicht müde bis der Tag sie wieder hat.

La da da ja ja, Sommerkinder so wie du und ich.
La da da ja ja, Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinder so wie du und ich.

Stieg in (Sommerkinner 2014)

Liesen singt en Nachtigall.
In dat Blädermeer över ehr fangt sik de Schall.
Ünner ehr leevt en Ozean
vull vun Kävers, de op de grote Reis fohrt.
De Kaptein is en Muuserich.
Wohen de Reis geiht, dat weet he nich.

Stieg in, kumm mit op de grote Fohrt
na Afrika oder Indien oder in den neegen Struuk in'n Park.
An Bord is Platz för dusend Käverschoven,
för Müüs un för Nachtigallen, de geern op grote Reis fohrt.

Een Wunsch hett de Muuserich,
he harr geern an Bord noch en Muus för sik.
De Nachtigall gifft ehr Koje free
un singt för all de Kävers ehr Melodie.
De Kaptein is de Muuserich.
Wohen de Reis geiht, dat weet he nich.

Stieg in, kumm mit op de grote Fohrt...

Un dat Leed vun de Nachtigall
klingt ganz ut de Feern in den düüstern Woold.
In de Nacht hört dat en lütte Muus,
se löppt de Töön na ut den Woold rut.

De Kaptein is de Muuserich...

Stieg in, kumm mit op de grote Fohrt...

Steig ein (Sommerkinner 2014)

Leise singt eine Nachtigall.
In dem Blättermeer über ihr fängt sich der Schall.
Unter ihr lebt ein Ozean
voller Käfer, die auf die große Reise fahren.
Der Kapitän ist ein Mäuserich.
Wohin die Reise geht, das weiß er nicht.

Steig ein, komm mit auf die große Fahrt
nach Afrika oder Indien oder in den nächsten Strauch im Park.
An Bord ist Platz für tausend Käferscharen,
für Mäuse und für Nachtigallen, die gern auf große Reise fahren.

Einen Wunsch hat der Mäuserich,
er hätte gern an Bord noch eine Maus für sich.
Die Nachtigall gibt ihre Koje frei
und singt für all die Käfer ihre Melodei.
Der Kapitän ist der Mäuserich.
Wohin die Reise geht, das weiß er nicht.

Steig ein, komm mit auf die große Fahrt...

Und das Lied von der Nachtigall
klingt ganz aus der Ferne in den dunklen Wald.
In der Nacht hört das eine kleine Maus,
sie läuft den Tönen nach aus dem Wald hinaus.

Der Kapitän ist der Mäuserich...

Steig ein...

To gau leevt (Op de Reeperbahn 2013)
Güstern weer noch allens goot,
dor harrn wi noch allen Moot to leven.
Güstern hebbt wi noch uns Tiet hatt,
den Himmel henlang to sweven.
All Welt leeg ünner uns,
man so speelt dat Leven:
Een weet nich, wat an'n Morgen kummt,
jüst so is dat even.

Du kickst mi an un ik weet nich, wat mit mi schüht.
Dien Grientje blifft, wenn dat Wenen maal wedder bi mi siegt.
Dat Hart löppt gauer as ik noch Aten krieg
un ik weet, dat dat dat nu wesen is.

Wi hebbt to gau leevt.
Wi hebbt to veel wullt.
De Nacht trock över uns rin.
Wi hebbt uns versteckt,
togliek wullen wi sichtbor ween.
Dat Leven verswiggt
wat allens in uns passeert.
Un de Weeg schient veel to wiet, veel to wiet,
wenn de Leev eenmal funktschoneert.

Güstern weer noch allens goot,
dor harrn wi noch allen Moot to leven.
Güstern hebbt wi noch uns Tiet hatt,
den Himmel henlang to sweven.
De Week weer heel wunnerbor,
wi kemen uns in'e Mööt.
Männichmal schient dat sünnerbor,
dat dat denn so lopen müss.

Du kickst mi an un ik weet nich, wat mit mi schüht.
Dien Grientje blifft, wenn dat Wenen maal wedder bi mi siegt.
Dat Hart löppt gauer as ik noch Aten krieg
un ik weet, dat dat dat nu wesen is.

Wi hebbt to gau leevt.
Wi hebbt to veel wullt.
De Nacht trock över uns rin.
Wi hebbt uns versteckt,
togliek wullen wi sichtbor ween.
Dat Leven verswiggt
wat allens in uns passeert.
Un de Weeg schient veel to wiet, veel to wiet,
wenn de Leev eenmal funktschoneert.

Dat weer blots een falschet Woort to een falsche Tiet.
Wi weern an dissen Oort wo kene Fraag mehr blifft.
Dat Lengen weer opbruukt un de Alldag halt uns in.
Dat weer mehr as wi verdregen köönt.

Zu schnell geliebt (Op de Reeperbahn 2013)

Gestern war noch alles gut,
da hatten wir noch allen Mut zu leben.
Gestern haben wir noch unsere Zeit gehabt,
den Himmel entlang zu schweben.

Alle Welt lag unter uns,
aber so spielt das Leben:
Man weiß nicht, was am Morgen kommt,
genau so ist das eben.

Du siehst mich an und ich weiß nicht, was mit mir passiert.
Dein Lächeln bleibt, wenn das Weinen mal wieder bei mir siegt.
Das Herz läuft schneller als ich noch Atem krieg'
und ich weiß, das es das nun gewesen ist.

Wir haben zu schnell geliebt.
Wir haben zu viel gewollt.
Die Nacht zog über uns herein.
Wir haben uns versteckt,
zugleich wollten wir sichtbar sein.
Das Leben verschweigt
was alles in uns passiert.
Und die Wege scheinen viel zu weit, viel zu weit,
wenn die Liebe einmal funktioniert.

Gestern war noch alles gut,
da hatten wir noch allen Mut zu leben.
Gestern haben wir noch unsere Zeit gehabt,
den Himmel entlang zu schweben.
Die Woche war ganz wundervoll,
wir kamen uns entgegen.
Manchmal scheint es sonderbar,
dass es dann so laufen muss.

Du siehst mich an und ich weiß nicht, was mit mir passiert.
Dein Lächeln bleibt, wenn das Weinen mal wieder bei mir siegt.
Das Herz läuft schneller als ich noch Atem krieg'
und ich weiß, das es das nun gewesen ist.

Wir haben zu schnell geliebt.
Wir haben zu viel gewollt.
Die Nacht zog über uns herein.
Wir haben uns versteckt,
zugleich wollten wir sichtbar sein.
Das Leben verschweigt
was alles in uns passiert.
Und die Wege scheinen viel zu weit, viel zu weit,
wenn die Liebe einmal funktioniert.

Es war bloß ein falsches Wort zu einer falschen Zeit.
Wir waren an diesem Ort, wo keine Frage mehr bleibt.
Die Sehnsucht war aufgebraucht, der Alltag holte uns ein.
Das war mehr als wir vertragen können.

Tohuus (Ganz Goot 2016)

Vele Öörd, vele Wöör, de ehr Bedüden ik nich kenn.
In mi wasst wat. Klene Unrohstifter nehmt mien Magen in.
Ik föhl mi eensam mang all de Minschen, Heimwehmoot alleen.
De Anker is lang licht.
In enen Haven fohr ik jümmer wedder rin.

Tohuus is dor, wo mien Hart sleit.
Tohuus is dor, wo mi dat goot geiht.
De Bootssteg, wenn Winnen weiht, dat büst du.

Vele Bläder, vele Twiegen hebbt de Bööm, de hier staht.
Miene Fööt blievt an'n Bodden, slaat nu Wutteln in'n Grund.
Ik mag rennen, schuckeln un verrückt ween, Feernwehmoot alleen.
De wiede Welt will ik ümarmen.
In enen Haven fohr ik jümmer wedder rin.

Tohuus is dor, wo mien Hart sleit.
Tohuus is dor, wo mi dat goot geiht.
De Bootssteg, wenn Winnen weiht, dat büst du.

Dien Blick dröppt mi.
Du kickst mi in't Hart ahn Ümweg.
Dat is so eenmalig ehrlich.
Dat is so eenmalig ehrlich.

Zuhause (Ganz Goot 2016)

Viele Orte, viele Worte, deren Bedeutung ich nicht kenn.
In mir wächst was. Kleine Unruhestifter nehmen meinen Magen ein.
Ich fühl mich einsam zwischen all den Menschen, Heimwehmut allein.
Der Anker ist längst gelichtet.
In einen Hafen fahr ich immer wieder rein.

Zuhause ist da, wo mein Herz schlägt.
Zuhause ist da, wo es mir gut geht.
Der Bootssteg, wenn Winde wehn, das bist du.

Viele Blätter, viele Zweige haben die Bäume, die hier stehn.
Meine Füße bleiben am Boden, schlagen jetzt Wurzeln in dem Grund.
Ich mag rennen, schaukeln und verrückt sein, Fernwehmut allein.
Die weite Welt will ich umarmen.
In einen Hafen fahr ich immer wieder rein.

Zuhause ist da, wo mein Herz schlägt.
Zuhause ist da, wo es mir gut geht.
Der Bootssteg, wenn Winde wehn, das bist du.

Dein Blick trifft mich.
Du siehst mir in Herz ohne Umweg.
Das ist so einmalig ehrlich.
Das ist so einmalig ehrlich.

Uwe (Op de Reeperbahn 2013)
Ok op de Arbeit dink ik jümmer blots an Uwe:
Dat wi tosamen Foffteihn maken
un noch ganz anner Saken.
Ji köönt nich glöven, wat he för'n smucken Kerl is.
Sien Moors wöör ik ok geern mal knöstern
oder glieks ganz un gor utklöstern.

Un villicht kiekt he ok mol röver.
Denn wöör ik mi richtig een högen.

So'n Schietdreck, Uwe steiht op Jungs.
So'n Schietdreck, mien Uwe steiht op Jungs.

Mien Uwe hett so wunnerschöne Klüsen.
Un af un to heff ik al dacht,
dat he de blots för mi opmaakt.
Wenn Uwe anfangt to vertellen,
kann ik nix anners maken,
denn sloddern miene Knooken.

Un villicht kiekt he nochmol röver.
Denn wöör ik mi richtig een högen.

So'n Schietdreck, Uwe steiht op Jungs.
So'n Schietdreck, mien Uwe steiht op Jungs.

Uwe (Op de Reeperbahn 2013)

Auch auf der Arbeit denke ich immer nur an Uwe:
Dass wir zusammen Pause machen
und noch ganz andere Sachen.
Ihr könnt nicht glauben, was er für ein hübscher Kerl ist.
Seinen Hintern würde ich auch gern mal durchkneten
oder gleich ganz und gar auspacken.

Und vielleicht schaut er auch mal rüber.
Dann würde ich mich richtig freuen.

So ein Mist, Uwe steht auf Jungs.
So ein Mist, mein Uwe steht auf Jungs.

Mein Uwe hat so wunderschöne Augen.
Und ab und zu habe ich schon gedacht,
dass er sie nur für mich aufmacht.
Wenn Uwe anfängt zu erzählen,
kann ich nichts dagen tun,
dann schloddern meine Knochen.

Und vielleicht schaut er nochmal rüber.
Dann würde ich mich richtig freuen.

So ein Mist, Uwe steht auf Jungs.
So ein Mist, mein Uwe steht auf Jungs.

Vagels in'n Wind (Op de Reeperbahn 2013)
Keen Woort över morgen,
keen Anfloog vun Arger un Striet,
wi stellt uns gegen de Sorgen
un gegen dat Enn vun disse schöne Tiet.
Dat tellt nich wat güstern weer,
dat tellt nich wat morgen noch blifft.
Laat uns all dat vergeten
un dissen Momang sehn,
de allens överstiggt.

Laat uns leven, laat uns leven

as de Vagels in'n Wind,
de den Himmel so nah sünd,
Vagels in'n Wind,
keen Wulken in Sicht,
Vagels in'n Wind
un wi sweevt un sweevt
as de Vagels in'n Wind.

De Grenzen verswinnt,
wenn een himmelwarts stiggt.
All de Plaans köönt töven
bit wi över den Pröven sweevt,
vagelfree.

Laat uns leven, laat uns leven

as de Vagels in'n Wind,
de den Himmel so nah sünd,
Vagels in'n Wind,
keen Wulken in Sicht,
Vagels in'n Wind
un wi sweevt un sweevt
as de Vagels in'n Wind.

Vögel im Wind (Op de Reeperbahn 2013)

Kein Wort über morgen,
kein Anflug von Ärger und Streit.
Wir stellen uns gegen die Sorgen
und gegen das Ende von dieser schönen Zeit.
Es zählt nicht, was gestern war,
es zählt nicht, was morgen noch bleibt.
Lass uns all das vergessen
und diesen Moment seh'n,
der alles übersteigt.

Lass uns leben, lass uns leben

wie die Vögel im Wind,
die dem Himmel so nah sind.
Vögel im Wind,
keine Wolken in Sicht.
Vögel im Wind
und wir schweben und schweben
wie die Vögel im Wind.

Die Grenzen verschwinden,
wenn man himmelwärts steigt.
Alle Pläne können warten,
bis wir über den Prüfungen schweben,
vogelfrei.

Lass uns leben, lass uns leben

wie die Vögel im Wind,
die dem Himmel so nah sind.
Vögel im Wind,
keine Wolken in Sicht.
Vögel im Wind
und wir schweben und schweben
wie die Vögel im Wind.

Vertroot sien (Nieland 2012)

Langsom warrt mi veelet kloor, denn nu büst du nich mehr dor.
Hest di dat anners överleggt un dat hest du mi jüst seggt.
Hool uns Gedanken fast, wiel du blots jem över lettst.
Wunnen heelt woll mit de Tiet.

Warrt mi dat allns hier vertroot sien.
Denn warr ik leven in den Dag rin.
Denn warrt de Sünn ok för mi langsom wedder schienen.

Unse Drööm sünd verswunnen, de ik güstern so schön funn.
Wat hier blifft is gor nich veel. Dat is een bitterböset Speel.
Dien Pullover liggt noch hier op dat Sofa, mi warrt koolt.
Ik lees de Dagblatt vun güstern, dat is oolt;
drink den Kaffee ut Gewohnheid hüüt ganz swatt un weet:

Mi warrt dat allns hier vertroot sien.
Un ik warr leven in den Dag rin.
Denn warrt de Sünn ok för mi langsom wedder schienen.

Vertraut sein (Nieland 2012)

Langsam wird mir einiges klar, denn jetzt bist du nicht mehr da.
Hast dir das anders überlegt und das hast du mir gerade gesagt.
Halte unsere Gedanken fest, weil du bloß sie über lässt.
Wunden heilen wohl mit der Zeit.

Wird mir das alles hier vertraut sein.
Und ich werde in den Tag hinein leben.
Dann wird die Sonne auch für mich langsam wieder scheinen.

Unsere Träume sind verschwunden, die ich gestern so schön fand.
Was hier bleibt ist gar nicht viel. Das ist ein bitterböses Spiel.
Dein Pullover liegt noch hier auf dem Sofa, mir wird kalt.
Ich lese die Zeitung von gestern, die ist alt,
trinke den Kaffee aus Gewohnheit heute ganz schwarz und weiß:

Mir wird das alles hier vertraut sein.
Und ich werde in den Tag hinein leben.
Dann wird die Sonne auch für mich langsam wieder scheinen.

Vulle Fohrt vörut (Sommerkinner 2014)

Ik kann di nich finnen, hest di wedder versteckt,
twischen groten Vertellen un lütten Gedichten
heff ik di noch nich opdeckt.
Ik söök heel wiet ünnen in't Bökerregal,
all Sieden an di finn ik phänomenal,
dien Woort höllst du jümmer, dien Rüch is so schmaal.
Un wi reist an Öörd, de keeneen sünst kennt.
Maal fehlt mi de Wöör, maal gifft dat nix, wat uns trennt.

Vulle Fohrt vörut, de Tank langt bit Morgen, denn gaht wi to Huus.
Vulle Fohrt vörut, maak di kene Sorgen, wi hoolt dat ut.
Keen Land in Sicht. Wi sünd bang, man blots en kleen wenig.
Vulle Fohrt vörut,
wi staht dat nu ut.

Nu hebbt wi uns wedder, haut uns de Stunnen üm de Ohren,
wi slaapt nich, wi sünd hellwaak
un na disse Nacht föhlt wi uns as nee boren.
Ik schriev di Breven, mit Eselsohren hörst du to.
Jede Reeg kümmt un de Leere wiekt.
De Stünnen mit di sünd mal swoor un mal licht.
Un wi reist an Öörd, de keeneen sünst kennt.
Maal fehlt mi de Wöör, maal gifft dat nix, wat uns trennt.

Vulle Fohrt vörut...

Volle Fahrt voraus (Sommerkinner 2014)

Ich kann dich nicht finden, hast dich wieder versteckt,
zwischen großen Geschichten und kleinen Gedichten
hab ich dich noch nicht entdeckt.
Ich such ganz weit unten im Bücherregal,
alle Seiten an dir find ich phänomenal,
dein Wort hältst du immer, dein Rücken ist schmal.
Und wir reisen an Orte, die keiner sonst kennt.
Mal fehlen mir die Worte, mal gibt es nichts, was uns trennt.

Volle Fahrt voraus, der Tank reicht bis morgen, dann gehen wir nach Haus.
Volle Fahrt voraus, mach dir keine Sorgen, wir halten das aus.
Kein Land in Sicht. Wir fürchten uns , aber nur ein klein wenig.
Volle Fahrt voraus,
wir stehen das jetzt aus.

Jetzt haben wir uns wieder, hau'n uns die Stunden um die Ohr'n,
wir schlafen nicht, wir sind hellwach
und nach dieser Nacht fühl'n wir uns wie neu geboren.
Ich schreibe dir Briefe, mit Eselsohren hörst du zu.
Jede Zeile kommt und die Leere weicht.
Die Stunden mit dir sind mal schwer und mal leicht.
Und wir reisen an Orte, die keiner sonst kennt.
Mal fehlen mir die Worte, mal gibt es nichts, was uns trennt.

Volle Fahrt voraus...

Vull vun di (Sommerkinner 2014)

Dor is een Ruum vull vun di,
vull vun Leevde un Glück,
vull vun di.Dor hangt dien Bild in den Ruum
wo blangenbi mien Hart sleit,
vull vun di.

Vull vun di, mien Hart sleit vull vun di.
Vull vun di, mien Hart sleit vull vun di.

Dor hangt dien Bild över de blaue Kamer,
en Bild ahn een Rahmen, farvloos de Farven.
Dor hangt dien Bild in den Ruum
wo blangenbi mien Hart sleit,
vull vun di.

Vull vun di, mien Hart sleit vull vun di.
Vull vun di, mien Hart sleit vull vun di.

Laat uns de Farven wedder sehn, laat uns leven.
laat uns all Farven sehn, kene aflehnen.

Dor is een Kopp vull vun di,
vull vun Leevde un Glück,
vull vun di.
Dor is een Leed vull vun di,
vull vun Leevde un Glück,
vull vun di.

Vull vun di, mien Hart sleit vull vun di.
Vull vun di, mien Hart sleit vull vun di.

Voll von dir (Sommerkinner 2014)

Da ist ein Raum voll von dir,
voll von Liebe und Glück,
voll von dir.
Da hängt dein Bild in dem Raum
wo nebenbei mein Herz schlägt,
voll von dir.

Voll von dir, mein Herz schlägt voll von dir.
Voll von dir, mein Herz schlägt voll von dir.

Da hängt dein Bild über der blauen Kammer,
ein Bild ohne Rahmen, farblos die Farben.
Da hängt dein Bild in dem Raum
wo nebenbei mein Herz schlägt,
voll von dir.

Voll von dir, mein Herz schlägt voll von dir.
Voll von dir, mein Herz schlägt voll von dir.

Lass uns die Farben wieder sehen, lass uns leben.
Lass uns alle Farben sehen, keine ablehnen.

Da ist ein Kopf voll von dir,
voll von Liebe und Glück,
voll von dir.
Da ist ein Lied voll von dir,
voll von Liebe und Glück,
voll von dir.

Voll von dir, mein Herz schlägt voll von dir.
Voll von dir, mein Herz schlägt voll von dir.

Woveel Daag (Nieland 2012)

Wenn een Dag as disse Dag dat Leven weer:
Dat is nu fief na Negen, de Nacht breckt in.
Un wenn du weetst, du hest nich mehr ewig Tiet:
Nimmst du de Stunnen in de Hand un kickst se lang an?
Dreihst du se un vermisst du se?

Woveel Daag warrst du noch op disse Bühn stohn
un woveel Nachten warrst du lachen Gesichter seh'n?
Woveel Stunnen vun dien Leven sünd verleden Tiet
un wenn kümmt de Momang, wo de Stille för jümmer blifft?

Sühst du dat Avendroot as jeden Dag?
Hörst du den Klang vun't Leven as Symphonie?
Drinkst du den Wien nipp un nau so as jedet Mal?
Smeckst du dat Solt vun de Tranen op dien Gesicht?
Dreihst du se un vermisst du se?

Woveele Daag warrst du noch op disse Bühn stohn
un woveel Nachten warrst du lachen Gesichter seh'n?
Woveel Stunnen vun dien Leven sünd verleden Tiet
un wenn kümmt de Momang?

Woveel Daag warrst du noch op disse Bühn stohn
un woveel Nachten warrst du lachen Gesichter seh'n?

De letzte Ton verklingt, du treckst dien Hoot
un packst de Koffer wedder in.
Dit Maal warrt't dat letzte Maal ween.

Wieviele Tage (Nieland 2012)

Wenn ein Tag wie dieser Tag das Leben wäre:
Es ist jetzt fünf nach neun, die Nacht bricht an.
Und wenn du weißt, du hast nicht mehr ewig Zeit:
Nimmst du die Stunden in die Hand und guckst sie lange an?
Drehst du sie und vermisst du sie?

Wie viele Tage wirst du noch auf dieser Bühne stehen
und wie viele Nächte wirst du lachende Gesichter sehen?
Wie viele Stunden von deinem Leben sind vergangene Zeit
und wann kommt der Moment, wo die Stille für immer bleibt?

Siehst du das Abendrot wie jeden Tag?
Hörst du den Klang des Lebens als Symphonie?
Trinkst du den Wein ganz genau so wie jedes Mal?
Schmeckst du das Salz der Tränen auf deinem Gesicht?
Drehst du sie und vermisst du sie?

Wie viele Tage wirst du noch auf dieser Bühne stehen
und wie viele Nächte wirst du lachende Gesichter sehen?
Wie viele Stunden von deinem Leben sind vergangene Zeit
und wann kommt der Moment?

Wie viele Tage wirst du noch auf dieser Bühne stehen
und wieviele Nächte wirst du lachende Gesichter sehen?

Der letzte Ton verklingt. Du ziehst deinen Hut
und packst die Koffer wieder ein.
Dieses Mal wird das letzte Mal gewesen sein.